Handball: Peter Wiedemann tritt bei der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen zurück

Handball : Peter Wiedemann tritt bei der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen zurück

Der Trainer des Verbandsligisten, der seinen Posten zum Saisonende ohnehin räumen sollte, zieht aus der Negativentwicklung die Konsequenz. Er hat in den letzten Wochen die Einheit in seiner Mannschaft vermisst.

Paukenschlag beim Handball-Verbandsligisten HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen: ­Peter Wiedemann, bisher Trainer des Teams aus dem Duisburger Westen, zieht nach vier Niederlagen in Folge die Reißleine und verlässt seinen Heimatverein.

Ursprünglich sollte der Coach seinen Posten erst zum Saisonende räumen. Doch seitdem sein Abgang nach der laufenden Spielzeit feststeht, lief es nicht mehr bei den Rumelnern. Es setzte nur noch Niederlagen. Peter Wiedemann hat in den letzten Wochen die Einheit in seiner Mannschaft vermisst. „Ich habe gehofft, dass wir als erwachsene Menschen die Saison erfolgreich beenden können. Zuletzt habe ich aber immer wieder gemerkt, dass ich nicht mehr alle Spieler erreiche“, sagt er.

Auf Rückendeckung von oben in Form von deutlichen Ansagen an die Spieler konnte er nicht bauen. Stattdessen entschied sich Wiedemann am Samstagabend nach der erneuten Niederlage in Oberhausen und nach sachlicher Überlegung seinen Rücktritt anzubieten.

„Ich habe erklärt, dass ich dem Verein nicht im Wege stehen will. Also bin ich auf den Vorsitzenden zugegangen und habe ihm meinen Posten angeboten. Er hat sich dann Bedenkzeit bis Montag erbeten und den Rücktritt dann angenommen“, sagte der scheidende Coach, der auch einer möglichen Entscheidung des Vereins zuvorkommen wollte. Sein bisheriger Co-Trainer Chris Oploh hatte bereits im November erklärt, dass er ohne seinen bisherigen Chef nicht länger für die erste Mannschaft verantwortlich sein wolle. Wie schnell er allerdings sein Amt niederlegt, wollte Peter Wiedemann nicht für ihn entscheiden.

Sicher ist nur, dass auf den neuen Coach eine schwierige Aufgabe wartet. Er muss nun erst einmal aus der zuletzt etwas gespaltenen Mannschaft wieder eine Einheit herstellen. Der Nachfolger sollte den Spielern am Dienstagabend auch bereits präsentiert werden – zeitgleich mit der Verkündigung des vorzeitigen Abschieds des bisherigen Übungsleiters. Wer den Posten tatsächlich übernimmt, wurde aber vom Verein noch nicht mitgeteilt.

(SNö)
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