Eishockey: Perfekte Ausbeute für EVD-Coach Frank Petrozza

Eishockey : Perfekte Ausbeute für EVD-Coach Frank Petrozza

Der Einstand von Frank Petrozza ist gelungen. Nach dem noch etwas holprigen 7:5 am Freitag gegen die Black Dragons Erfurt gewann der Eishockey-Oberligist EV Duisburg bei den Saale Bulls Halle verdient mit 6:3 (3:0, 1:2, 2:1) und bescherte seinem neuen Trainer so ein Sechs-Punkte-Wochenende.

"Der Schlüssel zum Sieg war das Tor von Aaron Beally zum 4:2", sagte Petrozza direkt nach Spielende. Und auch sein Co-Trainer Reemt Pyka freute sich über den Treffer des Verteidigers: "Das war ein schöner Schuss." So beendete der Deutsch-Kanadier die Phase der Bulls, als die Gastgeber drauf und dran waren, ins Spiel zurückzufinden. "Unser bester Mann war Christoph Mathis", lobte Pyka zudem die Leistung des Torhüters, der verhinderte, dass Halle in dieser Phase zum Ausgleich kam. Bärenstark war zuvor das erste Drittel.

"Da waren wir klar die dominante Mannschaft", sagte Pyka. Das münzte Marco Habermann in der neunten Minute in eine Führung um, ehe die Füchse zu immer mehr Chancen kamen und schließlich kurz vor der Pause per Doppelschlag erhöhten: Erst übernahm Lars Grözinger eine Scheibe von Raphael Joly und hämmerte sie ins Netz (19.), ehe Armands Berzins elf Sekunden vor der Pause nach Doppelpass mit Mike Schmitz traf. Bei voller Spielerzahl war der EVD klar besser - kassierte dann aber früh im Mitteldrittel zwei Strafen, was Halle doppelt bestrafte: Alex Zille traf im 5:3-Powerplay, Ex-Fuchs Jan-Niklas Pietsch legte im einfachen Überzahlspiel nach. Sechs Minuten vor der Pause traf Beally mit seinem ersten Saisontor zur Vorentscheidung.

Im letzten Drittel brachten die Füchse das Spiel souverän nach Hause - abgesehen vom dritten Tor durch Halles Besten Nathan Robinson, der in eigener Unterzahl auf 3:5 verkürzt hatte. Dies war das erste Tor bei eigener Überzahl, das die Füchse in dieser Saison kassiert haben. Zuvor hatte aber André Huebscher schon auf 5:2 erhöht. Auch von Robinsons Treffer ließ sich der EVD nicht mehr aus dem Takt bringen. Sechs Sekunden, nachdem die Saale Bulls eine Duisburger Powerplay-Situation überstanden hatten, legte Joly für Robin Slanina auf, der dem 6:3-Endstand markierte (56.). Damit lief es für den EVD im System des neuen Trainers schon deutlich flüssiger.

"Das stimmt, dennoch haben wir noch etwas zu tun. Wir müssen an einigen Kleinigkeiten schleifen", sagte Petrozza.

Es bleibt spannend: Am Freitag (20 Uhr) geht es zum Verfolgerduell nach Mellendorf gegen die Hannover Scorpions, ehe Petrozzas Ex-Club Herner EV am Sonntag (18.30 Uhr) in Duisburg zu Gast sein wird.

(RP)
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