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Handball: OSC Löwen ziehen positives Fazit

Handball : OSC Löwen ziehen positives Fazit

Jörg Förderer, Trainer und Aushilfsspieler bei der SG OSC Löwen, ist mit dem Hinrundenverlauf mehr als zufrieden.

Die SG OSC Löwen Duisburg startete im Sommer als die große Unbekannte in die Dritte Handball Liga West. Gegründet aus den finanziell klammen Stammvereinen OSC Rheinhausen und Hamborn 07, wusste vor Beginn der Spielzeit keiner so recht, wohin der Weg der Duisburger führen würde. Teammanager Mirko Bernau und Trainer Jörg Förderer standen vor der Mammutaufgabe, erneut ein nahezu komplettes Team auf die Beine stellen zu müssen. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem die anderen Drittligisten ihre Personalplanungen bereits weitgehend abgeschlossen hatten.

Heute, ein halbes Jahr später, darf eine erste Bilanz gezogen werden. Und diese fällt, gemessen an den Voraussetzungen zu Saisonbeginn, durchaus positiv aus. Die SG OSC Löwen Duisburg hat sich sportlich in der Dritten Liga West etabliert. In einer Spielklasse, die ausgeglichen ist wie wohl nie zuvor, belegt das Team von Trainer Jörg Förderer nach der Hinrunde einen beachtlichen achten Platz.

Insgesamt sieben Neue schlossen sich den OSC Löwen im Sommer an. Viele dieser Neuzugänge spielten vorher in der Verbands- oder Oberliga. Mit Spielern wie Kevin Christopher Brüren oder Christian Ginters tätigten die OSC Löwen echte Glücksgriffe. Dazu gesellte sich ein bundesligaerfahrener Felix Handschke, der in der Hinrunde mehrfach sein enormes Potenzial aufblitzen ließ. Jörg Förderer und Mirko Bernau bewiesen bei der Zusammenstellung der Mannschaft Fingerspitzengefühl. "Uns ist es trotz der Umstände gelungen, eine homogene Truppe auf die Beine zu stellen", bilanziert Förderer rückblickend.

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Im Derby gegen die HSG Krefeld siegte die junge Duisburger Mannschaft – und damit war wahrlich nicht zu rechnen – überaus deutlich mit 38:28. Dass die erste Spielzeit für die Löwen jedoch kein Zuckerschlecken werden würde, bewiesen die nächsten Wochen. Zwar konnte die SG spielerich über weite Phasen überzeugen und bot auch den Topteams der Liga die Stirn, zu Punkten reichte es aber nur selten. Zwischenzeitlich trennte die SG nur noch das bessere Torverhältniss von den Abstiegsrängen. In den zurückliegenden Wochen steigerten sich die Duisburger dann aber zunehmend. Förderer bemerkte einen "Entwicklungsprozess" und durfte sich über teils deutliche Siege gegen den VfL Gummersbach II und den Neusser HV freuen. "Uns kommt die Pause gar nicht recht, weil es zuletzt wirklich gut lief", erklärt derTrainer schmunzelnd und prognostiziert, dass man am Saisonende 24 Punkte benötigen werde, um die Klasse zu halten.

Zuletzt gilt es dann noch, die Führungsetage der Löwen hervorzuheben. Geschäftsführer Klaus Schuppert ist es gelungen, die SG finanziell auf gesunde Beine zu stellen.

(tob)