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Handball: OSC Löwen vermissen Heimansfeld schmerzlich

Handball : OSC Löwen vermissen Heimansfeld schmerzlich

Ohne den verletzten Rückraumspieler fehlt dem Handball-Drittligisten in Gummersbach die Durchschlagskraft.

Die Akteure des Handball-Drittligisten SG OSC Löwen Duisburg hatten sich das Wochenende anders vorgestellt. Gleich der Auftakt in die freien Tage ging am Freitagabend in die Hose: Die leicht favorisierten OSC Löwen mussten sich bei der Reserve des Bundesligisten VfL Gummersbach mit 17:21(9:9) geschlagen geben. Entsprechend unzufrieden war Trainer Jörg Förderer: "Wir haben uns in Gummersbach mehr ausgerechnet. In der ersten Halbzeit war es noch ganz gut. Mit der zweiten Hälfte können wir aber einfach nicht ansatzweise zufrieden sein."

Die angespannte Personalsituation machte den Löwen spürbar zu schaffen. Vor allem in der Abteilung "Attacke" gelang es den verbleibenden Akteuren nicht, die verletzungsbedingten Ausfälle des wurfgewaltigen Michael Heimansfeld und des Kreisläufers Sebastian Janus zu verkraften. Vor allem das Fehlen von Heimansfeld wog schwer. Weil die Gastgeber Spielmacher Felix Handschke per Manndeckung geschickt aus dem Spiel nahmen, waren die Alternativen rar gesät. Der sonst so treffsichere Kevin-Christopher Brüren erwischte keinen guten Tag. Förderer: "Das muss man einem so jungen Spieler wie Kevin einfach zugestehen. Es gibt einfach Tage, an denen nicht viel zusammenläuft." Auch Christian Ginters hatte kein glückliches Händchen im Abschluss. "Wir haben den Ausfall von Michael Heimansfeld brutal zu spüren bekommen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er hier mit seinem kompromisslosen Abschluss ein richtig gutes Spiel hätte machen können", haderte Förderer, dessen Rückraumspieler mit einer Wasserablagerung in der Schulter in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann. "Wenn wir noch in Bedrängnis wären, würde er sicherlich spielen. So können wir aber Vorsicht walten lassen und ihn schonen, damit er keine langfristigen Probleme bekommt. Schließlich ist Michael ein wichtiger Eckpfeiler für unser Team in der kommenden Saison", so Förderer.

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Vor allem in der zweiten Halbzeit in Gummersbach hätten die Löwen die Qualitäten Heimansfelds gut gebrauchen können. Da lief im Angriff lange Zeit rein gar nichts zusammen. In den ersten 25 Minuten nach der Pause gelangen den Duisburgern gerade einmal magere zwei Törchen. "Das ist eigentlich Wahnsinn im heutigen Handball. Man muss ehrlicherweise sagen, dass unsere Angriffsleistung zu diesem Zeitpunkt absolut katastrophal war", befand Förderer. Folgerichtig lagen die Löwen fünf Minuten vor dem Ende mit 11:17 hinten. Gummersbach, das seinerseits ebenfalls beileibe nicht treffsicher agierte, hatte keine Probleme, den Sieg über die Ziellinie zu bringen. "Insgesamt war das im Angriff sicherlich unsere schlechteste Saisonleistung. Hinten haben wir über weite Strecken gut agiert. Nur 21 Gegentore sind absolut in Ordnung. Wir haben aggressiv gedeckt. Der Wille bei den Jungs war da. Vorne hat es aber nicht gereicht", resümierte Förderer.

Youngster Nico Biermann spielte erneut solide. Er wird wohl noch öfter aushelfen: Der etatmäßige Kreisläufer Dennis Backhaus zog sich einen Bruch in der Hand zu.

(tob)