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Handball: OSC Löwen gehen gut besetzt ins Finale

Handball : OSC Löwen gehen gut besetzt ins Finale

Im August des Jahres 2011 betrat der Duisburger Handball zuletzt die große Bühne des Sports. Der Drittligist OSC Rheinhausen mischte damals im DHB-Pokal mit. In der ersten Runde ging es vor heimischem Publikum gegen den damaligen Zweitligisten TuSpo Obernburg. Die 27:34-Heimniederlage bedeutete für die Rheinhauser das Aus.

Es sollte bis heute der letzte Auftritt des OSC im DHB-Pokal bleiben. Die großen Namen des deutschen Handballs, wie die Füchse Berlin, schauten fortan nur noch für Freundschaftsspiele in der Sporthalle an der Krefelder Straße vorbei. Seitdem hat sich einiges geändert. Im vergangenen Sommer wurde die SG OSC Löwen Duisburg ins Leben gerufen, die eine erfolgreiche Premierensaison spielt. Als Tabellen-neunter hat sich das Team von Trainer Jörg Förderer in der Dritten Liga West längst jeglicher Abstiegssorgen entledigt.

Heute Abend kann das junge Löwenrudel die gelungene Spielzeit krönen. Im Endspiel des HVN-Pokals treffen die OSC Löwen auf den Ligakontrahenten TV Korschenbroich. Die Partie beginnt um 20 Uhr in der Korschenbroicher Waldsporthalle. Dem Sieger winkt eine attraktive Belohnung: die Teilnahme am DHB-Pokal in der kommenden Saison 2014/2015. Dort darf auf eine Erstrundenpartie gegen einen attraktiven und höherklassigen Gegner gehofft werden. "Das ist für unsere junge Mannschaft ein ganz besonderer Anreiz", meint Jörg Förderer, der mit seiner Mannschaft den Titelgewinn anstrebt. Pikanterweise treffen die OSC Löwen in fast genau einem Monat erneut auf den TV Korschenbroich. Am vorletzten Spieltag der Dritten Liga West empfangen die Löwen den Tabellenfünften in der Sporthalle an der Krefelder Straße. "Beide Spiele sind für uns wichtig", meint Förderer, ergänzt aber: "Das Pokalfinale hat in der aktuellen Situation vielleicht aber sogar noch einen etwas anderen Stellenwert, als die Partie in der Liga." Was der Übungsleiter damit meint, liegt auf der Hand: In den verbleibenden vier Ligaspielen haben die OSC Löwen nichts mehr zu verlieren. "Wir können nicht mehr in Bedrängnis geraten", so der Drittligacoach und fügt an: "In einem Pokalendspiel geht es dagegen noch einmal um alles oder nichts. Dort kann man mit einer schwachen Leistung eine Menge verlieren."

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Dieses Szenario will der Trainer heute Abend freilich verhindern. In Korschenbroich werden die Löwen einen richtig guten Tag erwischen müssen, um zu bestehen. Dass das nicht ausgeschlossen ist, bewiesen sie in dieser Spielzeit bereits mehrfach. Immer wieder zeigte die SG starke Partien. Über weite Strecken stellten die Löwen auch im Ligahinspiel in Korschenbroich ihre Qualitäten unter Beweis. Damals musste sich das Förderer-Team zum Schluss zwar relativ deutlich mit 27:34 geschlagen geben, gestaltete die Partie aber lange auf Augenhöhe. Nach der ersten Halbzeit lag die Förderer-Truppe sogar knapp in Front. "Wir sind damals erst in der Schlussphase eingebrochen. Zur Halbzeit haben wir sogar geführt. Von daher haben wir durchaus eine Rechnung zu begleichen", sagt der Trainer. Dass sich die Gastgeber auch heute als harter Brocken erweisen werden, dessen ist sich Förderer sicher: "Die Mannschaft ist sehr stark besetzt. Mit Almantas Savonis verfügt Korschenbroich über einen überragenden Torhüter."

Die OSC Löwen selbst reisen ohne größere Personalsorgen in die Waldsporthalle – ein gutes Zeichen auf dem Weg zum erhofften Erfolg.

(tob)