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Lokalsport: OSC Löwen erleben einen herben Rückfall

Lokalsport : OSC Löwen erleben einen herben Rückfall

Der Duisburger Handball-Drittligist ist bei der überaus deutlichen 22:35-Niederlage gegen den VfL Gummersbach II ohne Chance.

Immerhin konnten gestern die rund 300 Zuschauer an der Krefelder Straße einen Bundesliga-Handballer sehen. Wer weiß, wie oft es das in Rheinhausen künftig noch geben wird. Doch Srdjan Predragoviv bereitete den meisten Besuchern keinen Grund zur Freude. Denn der Bosnier erzielte für den VfL Gummersbach II im Drittliga-Spiel gegen die OSC Löwen Duisburg 13 Treffer und hatte somit ganz entscheidenden Anteil daran, dass die OSC Löwen die Partie überaus deutlich mit 22:35 (13:19) verloren.

Nach zwei Siegen in Folge erlitten die OSC Löwen somit im herrschenden Abstiegskampf einen herben Rückschlag, der sich auch in der Tabelle drastisch auswirkt. Da der gleichermaßen im Tabellenschlamassel steckende Konkurrent aus Neuss gegen ersatzgeschwächte Zweibrücker überraschend zu Punkten gelangte, beträgt der Abstand zum rettenden Ufer nun wieder zwei Zähler. Auch wenn die Gummersbacher die Gastgeber in der Schlussphase fast vorführten, glaubt OSC-Trainer Jörg Förderer dennoch in den verbleibenden Spielen weiterhin an die Chance auf die Rettung: "Es lohnt, sich noch nicht aufzugeben."

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Der ein oder andere Spieler bot ein anderes Bild und gab zumindest gestern während der Partie vorzeitig auf. Der Spirit aus den letzten erfolgreichen Spielen, die eine Kehrtwende einleiten sollten, muss in den vergangenen Tagen irgendwo auf dem Weg zwischen zwischen Minden und Duisburg auf der Strecke geblieben sein. Die OSC Löwen erwischten einen schlechten Start und lagen nach elf Minuten mit 0:6 im Hintertreffen. Zwar entdeckten die Duisburger dann doch noch die Gabe des Torwerfens, den Rückstand konnten sie aber nicht mehr entscheidend verkürzen.

In der 46. Minute kassierte Dennis Backhaus seine dritte Zwei-Minuten-Strafe und damit die Rote Karte. Bei den OSC Löwen lief in allen Mannschaftsteilen herzlich wenig zusammen. Die Deckung leistete zu wenig Gegenwehr, beide Torhüter erwischten zudem einen rabenschwarzen Tag. Förderer reagierte und wechselte gestern gleich viermal den Keeper. Hinzu kamen unübersehbare Abschlussschwächen im Angriff. Letztlich konnten die Gastgeber von fünf Siebenmetern nur einen verwandeln.

Klaus Schuppert, Chef der SG OSC Löwen, war nach dem Spiel überaus frustriert. "Mit Dritter Liga hatte das nichts mehr zu tun. Dabei höre ich immer wieder, dass die Jungs um den Aufstieg mitspielen wollen", spielte Schuppert auf die Entscheidungen einiger Leistungsträger an, den Verein am Saisonende verlassen zu wollen.

Jene Akteure, die sich bislang noch nicht für einen Verbleib bei den Duisburgern entschieden haben, spielen in den Planungen allenfalls nur noch eine untergeordnete Rolle. Das sind Kevin-Christopher Brüren, Marcel Wernicke, Kevin Kirchner, Sebastian Schneider und Marcel Giesbert. "Ich habe diese Namen abgehakt", erklärte Schuppert, der sich für die betreffenden Positionen inzwischen nach spielstarken Alternativen umschaut.

(RP)