Handball OSC durchlebt sportliche Talfahrt

Duisburg · Seit sieben Spieltagen hat der Handball-Drittligist nicht mehr gewonnen. Für den aktuell verletzten Spielmacher Mirko Szymanowicz steht fest, dass sich sein Team auf einen langen Abstiegskampf einstellen muss.

 Der OSC ist in den letzten Wochen aus dem Tritt gekommen – in dieser Szene kommen Damian Janus und Bastian Roscheck einen Schritt zu spät.

Der OSC ist in den letzten Wochen aus dem Tritt gekommen – in dieser Szene kommen Damian Janus und Bastian Roscheck einen Schritt zu spät.

Foto: lammertz

Mit Mirko Szymanowicz hätte am Sonntag wohl niemand gerne die Rollen getauscht. Dem verletzten Spielmacher des Handball-Drittligisten OSC Rheinhausen blieb nichts anderes übrig, als tatenlos zuzusehen, wie seine Teamkollegen gegen den Tabellenführer TuS Wermelskirchen gehörig unter die Räder kamen.

Kämpferisch konnte man den Rheinhausern nichts vorwerfen, doch am Ende stand eine deftige 24:34-Pleite zu Buche. Das bedeutete gleichzeitig, dass der OSC seit nunmehr sieben Spielen auf einen Sieg wartet. "Es ist nicht schön, wenn man draußen sitzt und sieht, dass die Mannschaft alles gibt, aber im Moment nicht mehr möglich ist", erklärte Szymanowicz, der nach Spielschluss versuchte, seine Mannschaftskameraden aufzumuntern. "Klar spricht man auch Dinge an, die nicht gut gelaufen sind, aber es ist vor allem wichtig, dass die Jungs jetzt nicht den Glauben an sich verlieren", so der Mannschaftskapitän.

Der OSC Rheinhausen befindet sich in einer sportlichen Talfahrt. Die Anfangseuphorie, die nach acht Punkten aus den ersten fünf Spielen herrschte, ist spätestens nach der gestrigen, zweiten hohen Heimpleite in Folge verflogen. "Das Ergebnis war am Ende noch schmeichelhaft. Wermelskirchen ist eine richtig starke Mannschaft, gegen die man ohne weiteres verlieren kann. Dass das Ergebnis aber wieder in dieser Höhe ausfällt, ist schade", konnte Szymanowicz seine Enttäuschung nicht verbergen.

Trainer Jörg Förderer, der nach der Pleite immerhin von einer "Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche" sprach — damals präsentierte sich der OSC beim TV Korschenbroich auf desolate Art und Weise —, stellte zurecht fest, dass seine Mannschaft im Verlauf einer Partie zu große "Leistungsschwankungen" durchlebe. Während die Rheinhauser dem TuS Wermelskirchen phasenweise Paroli boten, gab es andere Spielabschnitte, in denen sie es dem Gegner schlicht zu einfach machten.

Dass Wermelskirchen nicht zu der Kategorie Gegner gehört, mit dem sich die "Olympischen" am Saisonende messen lassen sollten, ist klar. Ebenso deutlich wurde aber auch, dass der Ausfall von Mirko Szymanowicz nicht adäquat zu kompensieren ist. Entsprechend groß ist die Hoffnung, dass der Polizeibeamte, der seit Wochen mit einer Innenbanddehnung zu kämpfen hat, bald zurückkehrt. Doch Jörg Förderer dämpft die Erwartungen: "Mirko ist unser erfahrenster Mann. Sein Einsatz wäre wichtig für die Moral. Wir dürfen von ihm aber keine Wunderdinge erwarten."

Szymanowicz selbst würde seiner Mannschaft allzu gerne helfen: "Natürlich will ich spielen. Ich werde in dieser Woche ins Training einsteigen und gucken, ob es klappt. Aber ich werde auch kein Heilsbringer sein können." Fest steht für den Spielmacher indes, dass man sich auf einen langen Abstiegskampf einstellen muss: "Das war für mich von Anfang an klar — trotz des guten Starts. Wir sind mittendrin im Abstiegskampf. Es wichtig, dass wir in den kommenden Spielen punkten."

(knue)
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