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Wasserball: Olympia-Traum für Duisburger Wasserballer geplatzt

Wasserball : Olympia-Traum für Duisburger Wasserballer geplatzt

7000 Kilometer fern der Heimat erlitten Duisburgs Olympia-Hoffnungen böse Schiffsbruch. Denn die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft hat sich pünktlich zum Fest ein faules Ei ins Nest legen lassen.

16 Minuten ohne Treffer

Wasserball: Olympia-Traum für Duisburger Wasserballer geplatzt
Foto: Gayk, Raiko

Beim Olympia-Qualifikationsturnier in Edmonton (Kanada) unterlag die DSV-Auswahl im abschließenden Vorrundenspiel Mazedonien mit 4:6 (2:0, 1:2, 1:4, 0:0) und musste als Fünfter der Gruppe A die Segel streichen. Für vier Duisburger ist der Traum von Olympia damit ausgeträumt. ASCD-Kapitän Tobias Kreuzmann wollte im Herbst seiner Karriere zum dritten Mal zu den Olympischen Spielen. Nun kann er Urlaub buchen, auf den er gerne verzichtet hätte. Gleiches gilt für seine Vereinskameraden Julian Real, Paul Schüler und Sven Roeßing.

Wasserball: Olympia-Traum für Duisburger Wasserballer geplatzt
Foto: Probst, Andreas

In der Nervenschlacht gegen Mazedonien erwischte die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm einen Start nach Maß. Nach elf Minuten stand es 3:0. Auf den Doppelschlag der Südosteuropäer hatte Roeßing kurz nach der Pause noch das 4:2 als Antwort parat. Danach glitt Deutschland das Spiel vollends aus den Händen. Im Angriff fanden Kreuzmann und Co. kein probates Mittel mehr, ließen sieben Überzahlsituationen ungenutzt und blieben bis zum Abpfiff geschlagene 16 Minuten ohne Treffer. Mazedonien hingegen agierte abgeklärt und drehte die Partie noch im dritten Viertel zum 4:6.

Wasserball: Olympia-Traum für Duisburger Wasserballer geplatzt
Foto: Probst, Andreas

Deutschland hätte ein Unentschieden zum Einzug ins Viertelfinale gereicht, in dem in der Nacht zu heute die vier Olympia-Tickets verteilt wurden. Aufgrund des verlorenen Direktvergleichs rutschten die Stamm-Schützlinge nach zwei Siegen und drei Niederlagen aber noch auf Platz fünf ab – und reihen sich damit neben Fußball, Handball und Basketball in die Riege der enttäuschenden Ballsportarten ein, die Deutschland in London nicht repräsentieren werden.

"Hammergruppe" bringt das Aus

Bundestrainer Hagen Stamm, der das Team zu den Spielen nach Athen und Peking und im Januar zum fünften Platz bei der Europameisterschaft führte, hatte vor dem Turnier in Edmonton von einer "Hammergruppe" gesprochen.

Nach dem Olympia-Aus zeigte sich der Berliner selbstkritisch: "In meiner Vorbereitung auf dieses Qualifikations-Turnier scheint diesmal etwas komplett falsch gelaufen zu sein."

(RP)