Oberligist VfB Homberg braucht noch elf Punkte bis zum Aufstieg.

Fußball : Beim VfB Homberg wird nicht gerechnet

Elf Punkte fehlen dem Oberligisten noch zum Aufstieg in die Regionalliga. Doch die Verantwortlichen beschäftigen sich weiterhin nicht öffentlich mit diesem Thema. Der Blick geht zum nächsten Gegner, dem FC Monheim.

Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach. Holt der VfB Homberg zu seinen 60 Punkten noch 13 dazu, ist der Mannschaft der Meistertitel in der Fußball-Oberliga nach jetzigem Stand definitiv nicht mehr zu nehmen. Der Aufstieg wäre sogar bereits bei elf Zählern sicher, da bekanntlich nur der Tabellendritte 1. FC Bocholt die Lizenz für die Regionalliga beantragt hat – und der kann es in seinen acht ausstehenden Partien maximal noch auf 70 Punkte bringen. Siege aller Beteiligten vorausgesetzt, könnte der VfB somit spätestens am 28. April nach dem Spiel beim VfB Hilden den Aufstieg begießen.

Auf solche Rechenspielchen lässt sich Stefan Janßen nicht ein – auch wenn er selbst anfügt, dass aufgrund der 37 Tore mehr als Bocholt „sogar zehn Punkte zum Aufstieg reichen sollten“. Doch der Coach macht klar: „Wir haben uns unsere komfortable Situation durch die Art und Weise erarbeitet, mit der wir Woche für Woche unsere Spiele angegangen sind. Es wäre Schwachsinn, jetzt davon abzuweichen.“ Der Fokus liegt komplett auf dem nächsten Gegner. Und der heißt am morgigen Sonntag um 15.30 Uhr 1. FC Monheim und hat es durchaus in sich.

Das Hinspiel gewann der VfB daheim zwar deutlich mit 6:1. Inzwischen hat sich der FC Monheim aber auf Platz sechs gemausert und empfängt die Homberger mit einer breiten Brust von sechs Spielen ohne Niederlage, in denen es vier Siege gab. „Auch im Hinspiel haben wir uns schwer getan, erst hinten raus ist es dann deutlich geworden, da wir mehr Körner hatten“, sagt Janßen, der diesmal aber einen anderen Verlauf gegen Monheim erwartet, das am Mittwoch beim 1:3 im Halbfinale des Niederrheinpokals auch dem Regionalligisten Wuppertaler SV das Leben schwer machte.

„Monheim steht nicht umsonst auf dem sechsten Rang mit nur vier Punkten Rückstand auf Platz drei. Die Mannschaft hat einen sehr breiten Kader und kann ohne Qualitätsverlust einige Wechsel vornehmen. Diesmal wird es nicht so deutlich wie in der Hinrunde. Es wird ein Duell auf Augenhöhe“, so Janßen. Auf die Breite des eigenen Kaders wird auch Janßen zurückgreifen müssen. Innenverteidiger Mike Koenders muss nach seiner Roten Karte für die Notbremse beim 2:0 gegen den TSV Meerbusch eine Sperre von zwei Spielen absitzen. Außenverteidiger Jonas Haub fällt weiterhin verletzt aus. Dennis Wibbe, Metin Kücükarslan und Ferdi Acar gingen angeschlagen aus dem letzten Spiel heraus und konnten nicht das volle Trainingspensum ableisten. Ihr Einsatz beim Versuch, die nächsten drei der noch nötigen elf Punkte zu holen, ist fraglich.

Was die Rechenspiele angeht, schmiedet auch Wolfgang Graf noch keine Pläne für eine mögliche Aufstiegsfeier. „Wir sind mit unserer Art, von Spiel zu Spiel zu denken, immer gut gefahren“, sagt der Abteilungsleiter und fügt hinzu: „Wenn es so weit ist, wird uns schon jemand Bescheid sagen.“

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