Oberliga: VfB Homberg trotz Personalnot mit 4:2-Sieg gegen Schonnebeck

Fussball : Drei Punkte mehr, drei Steine weniger

Fußball-Oberliga: Trotz arger Personalnot bezwingt der VfB Homberg den Tabellenachten aus Schonnebeck mit 4:2. Die Mannschaft um Trainer Stefan Janßen trennen nur noch sieben Punkte vom Aufstieg in die Regionalliga.

Sechs Tore fielen am Rheindeich – „drei Steine“ fielen Stefan Janßen vom Herzen. Mit dem 4:2 (2:0)-Sieg gegen die SpVg Schonnebeck machte der VfB Homberg den nächsten großen Schritt in Richtung Regionalliga – sieben Punkte fehlen dem souveränen Tabellenführer der Fußball-Oberliga zum jetzigen Stand noch, um den Aufstieg ganz sicher einzutüten. Und fast so viele Punkte bedeutete dem Trainer der Gelb-Schwarzen der Erfolg am Gründonnerstag. „Ich bin einfach nur heilfroh, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten“, machte sich große Erleichterung bei Stefan Janßen breit. „Der Sieg ist fast sechs Punkte wert.“

Ein Grund, warum der Trainer den Erfolg gegen den Achten so hoch ansiedelte, lag in der eigenen Personalnot. „Wir hatten noch nie derart mit Sperren und Verletzungen zu kämpfen und mussten die Abwehr fast komplett umbauen.“ Mike Koenders und Thorsten Kogel fehlten gesperrt, Felix Clever und Marvin Roch schauten verletzt nur zu, für Jonas Haub reichte es, gerade erst wieder genesen, vorerst nur zur Bank, und Jerome Manca tat sich zu allem Überfluss noch beim Aufwärmen weh. So rückte mit Metin Kücükarslan der eigentliche Sechser neben Colin Schmitt in die Mitte einer Viererkette mit Justin Walker und Markus Wolf.

Und die Defensive bekam vor allem in der Anfangsphase einiges zu tun. „Die Schonnebecker haben von Beginn an gezeigt, dass sie sich für das 2:2 revanchieren wollten, mit dem wir ihnen hier kurz vor Schluss der letzten Saison den verdienten Aufstiegs vermasselt haben“, sah Janßen ein „enormes Forechecking“ der Essener. „Wir mussten uns richtig in dieses Spiel reinkämpfen. Und es war wichtig, dass wir die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht haben.“

So wirkte das 1:0 durch Danny Rankl für den VfB wie ein Brustlöser in der Druckphase der Gäste. „Den kann man mal so machen“, meinte Abteilungsleiter Wolfgang Graf in seiner Rolle als Stadionsprecher, nachdem Rankl Schonnebecks Verteidiger Simon Orgzall einen im 16er landenden Ball vor der Nase wegköpfte und die Kugel, plötzlich freistehend vor Torwart Stefan Jaschin, ins lange Eck beförderte (20.). „Das ist eine Frage der Qualität, sich einer 1:3-Situation zu stellen und aus dieser eine 1:1-Situation mit dem Torwart zu machen“, zollte Janßen seinem Stürmer ein Sonderlob. Denn auch der war nach einem Sturz auf den Brustkorb angeschlagen in die Partie gegangen: „Danny hat sich für die Mannschaft aufgeopfert und durch das Spiel gequält.“

Vor allem kippte die Waage durch Rankls Treffer zu Seiten des VfB. Kücükarslan nach einer Ecke (33.), Ferdi Acar mit einem Schlenzer in den Giebel (52.) und Dennis Wibbe nach einem Freistoß legten nach (82.). Luka Bosnjak (64.) und Marius Müller (87.) hielten die Spannung hoch. Doch am Ende konnte sich Stefan Janßen nach sechs Toren über drei Punkte mehr und drei Steine weniger freuen.

VfB Homberg: Gutkowski, Wolf, Nowitzki, Rankl, Lorch (80. Knops), Wibbe (88. Haub), Acar (70. T. Kücükarslan), M. Kücükarslan, Walker, Schmitt, Dertwinkel.

Mehr von RP ONLINE