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Fußball: Oberliga-Derby zur "be(Klopp)ten" Zeit

Fußball : Oberliga-Derby zur "be(Klopp)ten" Zeit

Thomas Geist schnupperte am vergangenen Montag schon mal Derby-Luft. Der Trainer des Fußball-Oberligisten Hamborn 07 wohnte dem Zweitligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln (1:1) bei. Die Rollenverteilung beim Derby der Hamborner gegen den VfB Homberg (Mittwoch, 18.30 Uhr, Holtkamp) lässt sich in Teilen auf die Bundesligapaarung übertragen.

Der VfB Homberg muss wie der 1. FC Köln unbedingt noch Punkte einfahren — allerdings, um sein angestrebtes Ziel Klassenerhalt zu erhalten. Die Kicker von Hamborn 07 können vor eigenem Publikum befreit aufspielen und zumindest Werbung für sich machen. "Wir freuen uns sehr auf das Duell und hoffen, dass es ein gutes Spiel wird", erklärt Löwen-Trainer Thomas Geist vor der Partie, die zur "be(Klopp)ten" Zeit beginnt, wie es der VfB Homberg scherzhaft auf seiner Homepage schreibt. Weil um 20.45 Uhr das Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid angepfiffen wird, verlegten die Verantwortlichen die Partie kurzerhand um eine Stunde auf 18.30 Uhr vor. "Schließlich wollen wir alle Champions-League schauen", sagt Geist augenzwinkernd. Doch zuerst steht das eigene Spiel im Fokus. Der VfB Homberg tritt nach dem 2:1-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten TuRU Düsseldorf mit breiter Brust an. "Dieser Erfolg hat uns Selbstvertrauen gegeben. Wir wollen unbedingt gewinnen", erklärt VfB-Mittelfeldspieler Sunay Acar. Gleichwohl mit dem Wissen, "dass es alles andere als leicht wird, in Hamborn zu gewinnen."

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Der VfB bestreitet die kommenden drei Spiele allesamt gegen "Kellerkinder". Dabei sind auch die drei Punkte in Hamborn fest einkalkuliert. Ganz so deutlich ist die Favoritenrolle der Gäste jedoch nicht. Immerhin konnte der VfB in der Rückrunde nur einen Sieg mehr einfahren als die Löwen. Im Hinspiel stellte der Aufsteiger Hamborn 07 dem Favoriten VfB Homberg ein Bein, trotzte dem VfB ein 1:1-Remis ab.

Damals traf Almir Sogolj früh für den VfB, ehe Maximilian Stellmach, der in Hamborn inzwischen auf dem Abstellgleis steht, vier Minuten vor dem Schlusspfiff ausglich. "Wir müssen erneut eine konzentrierte Leistung abrufen. Der VfB Homberg gehört nicht in den Abstiegskampf", gibt VfB-Kapitän Mirko Urban die Richtung vor. Die Linksrheiner sind seit vier Auswärtsspielen ungeschlagen, der Respekt vor dem Gegner ist dennoch groß. "In Hamborn muss man erst einmal gewinnen. Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen. Das ist eine sehr aggressive Mannschaft, die immer durch Konter gefährlich ist", warnt VfB-Trainer Günter Abel.

(tiwi)