Lokalsport: Nusch wird neuer Coach der RESG

Lokalsport : Nusch wird neuer Coach der RESG

Rollhockey: Der Szalek-Nachfolger will auch weiter selbst mitspielen.

Die Saison in der Rollhockey-Bundesliga ist noch längst nicht beendet. Ab dem 26. Mai kämpfen der TuS Düsseldorf-Nord und Germania Herringen um den deutschen Meistertitel. Der Rekordchampion RESG Walsum hat sich durch seine Achtelfinal-Niederlage gegen den RSC Darmstadt längst aus diesem Rennen verabschiedet. Statt einer möglichen Endspielreise plant die Mannschaft nun die kommende Saison. Zwei Personalien stehen fest. Eigengewächs Daniel Quabeck kehrt vom HSV Krefeld zurück - und als Trainer hat künftig Christopher Nusch das Sagen.

Das neue Gesicht an der Bande ist damit ein altbekanntes. Nusch, als Spieler ebenfalls aus dem Nachwuchs der RESG hervorgegangen, war zuletzt bereits drei Jahre lang Co-Trainer unter Günther Szalek, der sich auf den Posten des Sportlichen Leiters zurückzieht. Wie bisher wird er auch in seiner neuen Funktion weiterhin das Spielertrikot tragen. "Es gibt eine klare Vereinbarung mit dem Vorstand, dass ich mit noch nicht ganz 29 Jahren nicht mit dem Rollhockeyspielen aufhören werde. Ich bin überzeugt, dass es Situationen geben wird, in denen das Team mich als Spielertypen brauchen wird", so Nusch. Augenzwinkernd sagt er mit Blick auf die Bemühungen, den Kader weiter zu verstärken: "Wenn sie es hinbekommen, mir acht bessere Spieler hinzustellen, bin ich der erste, der sich hinten anstellen wird."

Erfahrung als hauptverantwortlicher Trainer hat Nusch schon in jungen Jahren gesammelt. Er führte die Walsumer B-Jugend 2008 zum deutschen Meistertitel und schaffte dies 2011 auch mit der A-Jugend, die anschließend als Duisburgs Mannschaft des Jahres ausgezeichnet wurde. Dass er bei seinen langjährigen Mitspielern ein Autoritätsproblem zu erwarten hat, glaubt er nicht: "Sie vertrauen mir und kennen mich gut. Und wir haben eine gute Kommunikation im Team."

Auch sein künftiger Assistent kommt aus dem bisherigen Kader. Ersatzkeeper Rainer Lorz wird diese Position einnehmen. Als Betreuer fungieren weiterhin Christopher Paß und Stephan Lettau sowie nun auch Fabian Schmidt, der aus beruflichen Gründen das Pensum als Spieler nicht mehr leisten kann.

Mit Sportchef Szalek und dem neuen Abteilungsleiter Reinhold Luerweg geht es für Nusch nun darum, den Kader gut aufzustellen. "Mir ist wichtig, bei jeder Partie acht einsatzfähige Feldspieler zu haben." Helfen soll Daniel Quabeck. Der frühere Walsumer Nachwuchsspieler hatte 2013 nach Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Trainer Detlef Strugala den Verein verlassen und kommt nun aus Krefeld zurück. Nach weiteren Verstärkungen wird angesichts des überschaubaren deutschen Spielermarkts im EU-Ausland gesucht, da solche Akteure unbegrenzt einsetzbar sind.

(T.K.)
Mehr von RP ONLINE