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Lokalsport: Nur der Klassenerhalt zählt

Lokalsport : Nur der Klassenerhalt zählt

Skaterhockey: Das Damenteam der Duisburg Ducks spielt wieder in der Ersten Liga. Die Heimpremiere steigt am Samstagmittag um 16 Uhr in der Halle Süd gegen den Titelfavoriten Mendener Mambas.

2009 durften die Damen der Duisburg Ducks zum ersten Mal jubeln. Die Skaterhockey-Spielerinnen reckten am Ende der Saison den Pokal in die Luft. Zwei Jahre später wurde daraus eine Doppelparty: Pokalsieger und Deutscher Meister. In den folgenden beiden Jahren wurde die Mannschaft noch jeweils Vizemeister, 2014 stand das Team im Pokalendspiel - und dann war erst einmal Schluss. Die Ducks mussten eine Pause im Frauen-Spielbetrieb einlegen. Im vergangenen Jahr sind sie wieder in die 2. Liga eingestiegen - und nach einem erfolgreichen Jahr steht nun die Rückkehr in die Erste Frauen-Bundesliga an. Am Samstag um 16 Uhr folgt in der Halle Süd nun die Heimpremiere gegen die Mendener Mambas.

"Ganz klar", sagt Trainerin Candy Wilson. "Für uns geht es um den Klassenerhalt." Zu hoch hinaus will die früher Nationalspielerin nicht. Die Liga ist klein - sechs Teams gehören dem Oberhaus an. Dennoch geht es zunächst einmal darum, sich zu etablieren.

Mit Kira Riepe, die lange für die Düsseldorf Rams in der Ersten Liga aktiv war und auch in der zweiten Ducks-Herrenmannschaft zum Einsatz kommt, hat das Team eine erfahrene Spielerin hinzubekommen. Quereinsteiger sind die Schwestern Antonia und Johanna Suess - aus der bekannten Wasserski-Familie, die zudem auch Fußball spielen. "Der Kontakt kam über Sally Klöser zustande. Die beiden machen das schon recht gut." Die Leistungsträgerinnen müssen vorangehen. "Das sind dann Spielerinnen wie Sally Klöser, Lisza Fink und gerade auch Manuela Kindler, die herausragend ist und ihre Erfahrung an die ,Kinder' weitergeben kann", sagt Candy Wilson.

Candy Wilson selbst hat auch noch einen gültigen Spielerpass. "Ich bin aber ein Freund davon, sich auf eine Sache zu konzentrieren", sagt die Trainerin. "Hätten wir noch einen anderen Trainer gefunden, hätte ich vielleicht wieder voll mitgespielt. Nun stehe ich zur Verfügung, wenn wir einen knapp besetzten Kader haben. Ansonsten stehe ich hinter der Bande."

Wie ist die Liga nun einzuschätzen? "Ich denke, dass die Mendener Mambas und die Langenfeld Devils die beiden stärksten Teams sind", erklärt die Trainerin. Dann sind da noch die Spreewölfe Berlin, die nicht weniger als 46 Spielerinnen in der Meldeliste haben. "Da sind einige sehr gute Erstliga-Eishockeyspielerinnen dabei, die allerdings nicht immer spielen", so Wilson. Auf Augenhöhe mit den Ducks sollten sich die Rhein-Main Patriots aus Assenheim sowie die Bockumer Bulldogs bewegen. Für die Ducks-Damen ist diese Saison erst einmal ein Lernprozess unter Wettkampfbedingungen.

(RP)