Lokalsport: Neue Sporthalle in Wedau in Aussicht

Lokalsport : Neue Sporthalle in Wedau in Aussicht

Im Duisburger Sportpark Wedau soll eine Mehrzweckhalle entstehen. Dieser Traum besteht schon lange. Jetzt werden die Pläne konkreter. Funktionäre vernehmen positive Signal aus dem Rathaus.

Rainer Bischoff ist seit dem Frühjahr Vorsitzender des Stadtsportbundes (SSB). Vieles hat sich seitdem für ihn verändert. Auch das: "Ich habe letztens bemerkt, dass ich für die Joggingstrecke, für die ich früher 30 Minuten gebraucht habe, nun 34 Minuten benötige", sagt der 58-Jährige, der das allerdings weniger an seinem neuen Amt festmacht, sondern vielmehr am Prozess des Alterns.

Doch Bischoff steht beim SSB für einen frischen Wind. Das brachte der SPD-Landtagsabgeordnete auch gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz des SSB zum Ausdruck. Bischoff will den Duisburger Sport mit seinem Team nach vorne bringen. Damit dies gelingen kann, soll ein seit Jahren gehegter Traum wahr werden. Im Sportpark Wedau soll eines Tages tatsächlich die seit Jahren geforderte Mehrzweckhalle entstehen.

Zu diesem Thema gab es unlängst offenbar einen Austausch mit Oberbürgermeister Sören Link. "Wir haben Unterstützung wahrgenommen", sieht Bischoff den OB mit im Boot. Von einer Halle, die im Herzen des Sportparks bis zu 4000 Zuschauern Platz bieten soll, erwarten die SSB-Funktionäre einen Schub für die Sport-Stadt. Hochkarätige Veranstalter sollen wieder den Weg nach Duisburg finden.

Generell geht es dem Stadtsportbund um die Wiederentdeckung im Leistungssport. SSB-Vize Achim Gossow will noch nicht ins Detail gehen, spricht aber von einem Konzept, das derzeit in der Mache ist. Gossow: "Wir arbeiten an einem Strategie-Papier mit einem Zehn-Punkte-Plan."

Die Stadtsportbund-Funktionäre waren zuletzt mehrfach im Rathaus zu Besuch. Ohnehin hat sich das Verhältnis zwischen Sportbund und Verwaltung in den letzten Jahren deutlich entspannt. Das liegt natürlich auch am "Pakt für den Sport", der Zuschusskürzungen bis 2021 ausschließt. Damit ist ein bedrohlicher Konfliktherd ausgeschaltet.

Am vergangenen Freitag überreichten OB Link und SSB-Chef Bischoff im Rathaus Fördermittel aus der Jugendsportstiftung in Höhe von 9000 Euro an talentierte Sportler. Diese Investition soll sich mehr lohnen als in den vergangenen Jahren. Rainer Bischoff hält an seinem Credo fest: "Ich möchte wieder Duisburger Olympia-Teilnehmer haben."

Im Rathaus erzielten die SSB-Funktionäre, wie sie gestern berichteten, noch einen Durchbruch. Ende nächsten Jahres laufen die Pachtverträge mit zahlreichen Sportvereinen aus. Unter den Klubs - in erster Linie Fußballvereine - machte sich in den letzten Monaten Verunsicherung breit, einige fürchteten gar um ihren Fortbestand. Rainer Bischoff spricht von Entwarnung: "Wir haben gute Gespräche geführt. Es läuft darauf hinaus, dass wir Musterverträge entwickeln."

Skeptisch ist der SSB-Vorstand bei der Integration der Duisburger Sporthilfe. Die gemeinnützige Organisation hatte unlängst ihre Auflösung beschlossen und will unter dem Dach des Stadtsportbundes unterkommen. Uwe Busch, Geschäftsführer des Duisburger Stadtsportbundes, sagte dazu: "Das gestaltet sich viel schwieriger als bislang gedacht."

(RP)
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