Wasserball: Nächster Angriff auf den Titel

Wasserball : Nächster Angriff auf den Titel

Im ersten Spiel der Finalserie um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft stehen sich Mittwoch Abend der ASCD und Spandau gegenüber. Die Berliner peilen den 32. Titelgewinn an, die Amateure hoffen auf eine Überraschung.

Es ist das Dauerduell im deutschen Wasserball. Zum achten Mal seit 2003 stehen sich der ASC Duisburg und die Wasserfreunde Spandau 04 in der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft gegenüber (20 Uhr, ASCD-Vereinsbad, Kruppstrasse 32a). Auch in diesem Jahr ist der Rekordmeister aus der Hauptstadt der Favorit, wenn auch der "Serien-Vize" aus Wedau seine Chance auf einen Überraschungserfolg wittert.

"Wie jedes Jahr eben", beginnt ASCD-Trainer Arno Troost seinen Vorausblick auf das heutige Duell. "Die letzten Spiele waren immer sehr eng. Wir hoffen, dass wir diesmal mit etwas mehr Glück das bessere Ende für uns haben", so Troost weiter. Bereits im Vorjahr schnupperten die Amateure an einer Überraschung. Zwar hört sich die 1:3-Niederlage in der Finalserie deutlich an, doch kein Spiel verloren die Duisburger mit mehr als einem Tor Differenz.

Dabei unterlag der ASCD zum Auftakt in Spandau mit 4:5 und gewann dann zu Hause mit 10:9, ehe zwei knappe 8:9-Pleiten folgten. Die bisherigen sieben Finals haben die Berliner allesamt. Insgesamt konnten sich die Wasserfreunde dabei in 21 Spielen durchsetzen, während der ASCD nur drei Mal das Becken als Sieger verließ. Aber nicht nur aufgrund dieser Statistik sind die Rollen klar verteilt.

Training ohne Torhüter

Anfang Mai entschied Spandau das erste Endspiel für sich. Im Pokalfinale gewann das mit Nationalspielern gespickte Team aus Berlin beim ASCD mit 11:8 und bejubelte Titel Nummer eins dieser Saison. Auch in der Hauptrunde der Deutschen Wasserball-Liga gewannen die Hauptstädter. "Im Pokalfinale haben wir schon ganz ordentlich gespielt. Wenn wir im Abschluss konsequenter gewesen wären, wäre es knapper geworden", beschreibt Troost, der heute Abend auf zwei Spieler verzichten muss. Während mit dem kranken Till Rohe "ein enorm wichtiger Baustein fehlt", wie es Troost ausdrückt, bereitete der Ausfall des zweiten Torwarts Moritz Schenkel (Hüft- und Rückenprobleme) vor allem im Training Probleme.

"Da unser erster Torwart Tim-Ole Fischer Schichtdienst hat, standen wir manchmal ohne Keeper da. Das ist natürlich alles andere als optimal", erklärt Troost, dessen Team in Berlin großen Respekt erfährt. "Wenn wir nicht hochmotiviert, voll konzentriert, aggressiv und einsatzstark zur Sache gehen, kann uns Duisburg Probleme bereiten", erklärte Spandau-Manager Peter Röhle auf der Internetseite des Vereins.

Bleibt zu hoffen, dass den Amateuren mit ihrem lautstarken Heimpublikum im Rücken heute Abend eine Überraschung gelingt, ansonsten könnte Spandau bereits am Wochenende im Forumbad sein 32. Meisterstück vollenden.

(tiwi)