Torsten Lieberknecht hat Bock auf den MSV Duisburg

Neuer Trainer vorgestellt : Lieberknecht hat Bock auf den MSV

Der MSV Duisburg hat am Dienstag Torsten Lieberknecht als neuen Trainer vorgestellt. Der Ex-Coach von Eintracht Braunschweig will die Talfahrt der Zebras stoppen.

Blauer Pulli, weiße Sneaker: Farblich hatte sich Torsten Lieberknecht bestens auf seinen neuen Klub MSV Duisburg eingestellt. "Es ist eine schwere aber reizvolle Aufgabe, die ich mit Freude angehe. Ich habe richtig Bock auf den MSV", sagte der neue Trainer der Zebras bei seiner offiziellen Vorstellung am Dienstag und blickte bereits in die Zukunft: "Wenn ich hier in zehn Jahren auch noch sitze, können wir auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken."

Trotz der ernsten Lage beim noch sieglosen Tabellenletzten der 2. Liga machte der Nachfolger von Ilia Gruev nach seiner viereinhalbmonatigen Pause einen äußerst entspannten Eindruck. "Ich bin wieder voller Energie und freue mich auf die Arbeit mit der Mannschaft", sagte Lieberknecht, der seinen Blick bereits auf kommenden Montag richtete, wenn die Meidericher bei seinem Comeback auf der Trainerbank ausgerechnet bei Tabellenführer 1. FC Köln den Bock umstoßen wollen.

"Wir haben auch beim Spitzenreiter drei Punkte zu verlieren, wollen dort die Wende einleiten", sagte ein entschlossen wirkender Lieberknecht, der seine Familie so schnell wie möglich aus Braunschweig ins Ruhrgebiet nachholen will. "Mein Sohn freut sich schon auf eine größere Stadt mit schnellerem Internet", berichtete der 45-Jährige, der an der Wedau einen Vertrag bis 2021 unterschrieb, der für alle drei Profiligen gilt.

Als ihn Sportdirektor Ivica Grlic kontaktiert habe, sei ihm die Entscheidung leicht gefallen. "Ich bin ein Typ, der Arbeiterklubs mag. Ich passe zu diesem Klub und der Klub passt zu mir", sagte der 45-Jährige.

Lieberknecht fand zudem lobende Worte für seinen Vorgänger. "Ilia schätze ich nicht nur als Kollegen, sondern wir sind auch freundschaftlich verbunden. Er ist ein fantastischer Mensch und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der MSV nach seiner Fast-Insolvenz wieder auf die Beine gekommen ist", so Lieberknecht über den bulgarischen Coach.

Er selbst wolle in den kommenden Tagen aber einige Veränderungen bei seinem neuen Team vornehmen, "dass nicht so schlecht sein kann, wenn es beim Tabellenzweiten Union Berlin ein 2:2 erzielt". Lieberknecht will zunächst "in der Defensive für Stabilität sorgen" und dann möglichst schnell das Angriffsspiel wieder beleben.

Der MSV ist Lieberknechts erste Trainerstation außerhalb von Braunschweig, wo er für die Eintracht selbst zwischen 2003 und 2007 als Profi aktiv war. Mit den Niedersachsen war er vergangene Saison am letzten Spieltag durch ein 2:6-Debakel bei Holstein Kiel abgestiegen. Sein damaliges Pendant auf der Trainerbank war Markus Anfang, den er kommenden Montag im RheinEnergieStadion in Köln wiedertrifft. Anfang sitzt diesmal auf der Bank des FC.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Trainer Lieberknecht hat „Bock“ auf den MSV

(sid/sef)
Mehr von RP ONLINE