Kommentar zum "Pokal-Eklat": Streit muss nicht sein

Kommentar zum "Pokal-Eklat": Streit muss nicht sein

Eins ist klar: Dass es jetzt vereinsinternen Zwist gibt, muss am Ende einer zufriedenstellenden Saison mit dem Pokalendspiel als schillernden Höhepunkt nicht wirklich sein.

Um die Umstände aufzuklären, die nach dem Finale im Berliner Hotel Ritz Carlton herrschten und jetzt die Runde machten, bedarf es noch der klärenden Ausführung.

"Bedauerlicherweise waren Sie von der Teilnahme an einem Empfang am Abend des Pokalendspiels ausgeschlossen" hieß es in dem Brief des e.V.-Aufsichtsrats an Oberbürgermeister Sauerland.

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Das war so: Es gab vor dem Bankett nach dem Endspiel eine "politische Versammlung", an der neben Ministerpräsidentin Hannelore Kraft unter anderem auch Innenminister Ralf Jäger teilgenommen hatten. Zu dieser Versammlung war Adolf Sauerland nicht eingeladen.

Der MSV erklärt in seinem "Antwort-Schreiben", dass "Oberbürgermeister Sauerland regulär und frühzeitig vom MSV am Abend nach dem DFB-Pokalfinale zum Bankett eingeladen worden" sei. Das bestreitet auch niemand. In der Tat, Sauerland war zum Bankett eingeladen worden, als erster Bürger der Stadt eine Normalität. Zu jener Versammlung mit Hannelore Kraft war der OB aber nicht eingeladen – und darum geht es.

(csh)