MSV Duisburg: Koblenz als Wendemarke

MSV Duisburg: Koblenz als Wendemarke

Beim Hinspiel hatte Uwe Speidel für den entlassenen Peter Neururer das Sagen / Dann kam Milan Sasic, dann verletzte sich Sören Larsen / Damals gewann der MSV 3:0 – und heute?

Beim Hinspiel hatte Uwe Speidel für den entlassenen Peter Neururer das Sagen / Dann kam Milan Sasic, dann verletzte sich Sören Larsen / Damals gewann der MSV 3:0 — und heute?

Kinder, wie die Zeit vergeht. Das Hinspiel in Koblenz im letzten November ist deshalb in bester Erinnerung, weil sich im Vorfeld der Partie einiges abspielte, was sich im Nachhinein als hoher Wellenschlag erwies. Peter Neururer war gerade mal wieder entlassen worden, sein Co. Uwe Speidel hatte für die 90 Minuten Praxis auf dem Platz das Kommando übernommen, schließlich kickte damals noch Sören Larsen ein letztes Mal über die gesamte Distanz auch als Torschütze mit — und die Mannschaft siegte locker und leicht mit 3:0. Damals stieg auch der Stern des jungen Brasilianers Bruno Soares auf, der sogar mit einem Kopfballtreffer für Furore sorgte. Dann kam Milan Sasic, dann "ging" Sören Larsen verletzt auf Tauchstation.

Aktuell sieht es so aus: Uwe Speidel sitzt nach seiner Aussortierung durch die sportliche Leitung däumchendrehend auf der Geschäftsstelle seinen bis Saisonende datierten Vertrag aus, Sören Larsen ist nach ewig langer Verletzungspause seit Dienstag endlich wieder im Training, nachdem er über viel zu frühe Belastung geklagt haben soll. Und ob die Mannschaft ähnlich wie in Koblenz locker gewinnt heute beim Rückspiel, ist noch längst nicht sicher. Denn die TuS steht mit dem Rücken zur Wand. Der Abstieg rückt für die Truppe von Trainer Sander immer näher. Die Koblenzer wollen sich aber heute etwas Luft verschaffen im rauen Abstiegskampf. Das kann klappen, denn ob die MSV-Mannschaft sich zerreißt, nachdem klar ist, dass nicht mehr viel passieren kann nach oben, ist von Zweifeln umgeben.

Im Fan-Forum wird einem Interview mit Tom Starke, auf der Homepage des MSV erschienen, übrigens viel Aufmerksamkeit geschenkt. Da wird der Trainer Sasic in den höchsten Tönen gelobt — im Gegensatz zur Kritik in den Medien. Die Frage nach der Authentizität des Beitrags wird da zweifelnd erhoben...

(RP)