Lokalsport: MSV-Frauen stellen den Meister aus München vor Probleme

Lokalsport : MSV-Frauen stellen den Meister aus München vor Probleme

Thomas Wörle sagte, was Fußballtrainer nach einem erfolgreichen Pokalspiel so sagen. "Wir sind glücklich, dass wir eine Runde weiter sind", erklärte der Trainer des Frauenfußball-Bundesligisten FC Bayern München nach dem 3:0 (0:0)-Erfolg beim MSV Duisburg. "Wir haben mitbekommen, dass sich Duisburg selbst stärker einschätzt als im Abstiegsjahr. Und wir haben hier zuletzt 0:0 gespielt", so der Bayern-Trainer. "Und Duisburg ist wirklich besser geworden."

45 Minuten lang stellten die Zebras den Deutschen Meister in der zweiten Runde des DFB-Pokals vor Probleme. Eine häufige Anweisung von MSV-Trainerin Inka Grings lautet: "Vor!" Der MSV sollte früh attackieren, Pressing spielen, den Gegner zu Fehlern zwingen. Und genau das hat ihre Mannschaft eine Halbzeit lang hervorragend umgesetzt. Die Zebras attackierten nicht nur die Ballführende früh, sondern stellten auch Passstationen zu - sodass der Ball häufig an MSV-Beinen landete. "Wir waren dominant", griff Wörle etwas hoch in Bezug auf die erste Halbzeit, "aber wir haben uns keine Chancen erspielt. Dafür hatten wir selbst zwei brenzlige Situationen zu überstehen. Einer ersten frühen Gelegenheit folgte vor allem in der 21. Minute die Riesenchance zu Führung. Steffi Weichelt luchste ausgerechnet Nationalspielerin Melanie Behringer den Ball, ging zentral frei durch - scheiterte aber mit einem etwas zu schwachen Abschluss an Bayern-Keeperin Tinja-Riikka Korpela.

Doch dann dauerte es nach Wiederbeginn gerade einmal 50 Sekunden, ehe es 0:1 stand. Einmal den Pass nicht unterbunden - und schon stand Sara Däbritz frei und schloss ins leere Tor ab. Acht Minuten später war das Spiel entschieden: Nach einer Ecke war Carina Wenninger mit dem 0:2 zur Stelle.

Danach war den Duisburgerinnen anzumerken, dass die Luft raus war. "Mental müde" nannten es beide Trainer. "Ich kann meinen Spielerinnen nicht den geringsten Vorwurf machen. Wie wir 45 Minuten lang gegen die Bayern gespielt haben, war einfach klasse", lobte die stolze MSV-Trainerin Inka Grings ihre Auswahl. In der 79. Minute setzte die Ex-Duisburgerin Eunice Beckmann mit dem Treffer zum 3:0-Endstand den Schlusspunkt unter die Partie.

MSV: Kämper, Heß, Kiwic, Hellfeier, Schenk, Munzert (63. Luis), Wu, Bresonik, Weichelt, Falkon (87. Büning), Nati (81. Mirvan).

(RP)
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