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Füchse Duisburg: Mit "Kultur" in der Abwehr

Füchse Duisburg : Mit "Kultur" in der Abwehr

Füchse-Trainer Karel Lang hat auf die Niederlagen in den ersten Spielen reagiert. Am Freitagabend (19.30 Uhr) steht Lukas Lang gegen die Panther aus Ingolstadt im Tor. Jan Alinc kehrt wohl gegen Krefeld am Sonntag ins Team zurück.

Toni Bader kommt. Oder präzise gesagt: Der Verteidiger ist schon da. Gestern flog der ehemalige Eishockey-Nationalspieler ein. In Herne beim Kooperationspartner der Duisburger Füchse trainierte der Mann mit dem harten Schlagschuss mit. Heute beim Heimspiel gegen die Panther aus Ingolstadt (19.30 Uhr) und am Sonntag beim prestigeträchtigen Gastspiel in Krefeld (18.30 Uhr) soll Toni Bader der Abwehr Stabilität verleihen.

Der Spätstarter, der aufgrund einer Handverletzung seinen Einsatz in Duisburg verschieben musste, muss die Hoffnung auf Besserung nicht allein schultern. Gerade Neuzugang Rick Berry (29), der mit großer NHL-Erfahrung und hartem Zugriff, wie seine Strafzeiten-Statistik zeigt, ans Werk geht, spürt bereits den Druck der Verantwortung.

Tausch im Tor

Elf Gegentore haben die Füchse zum völlig verwachsten Saisonstart kassiert. 2:6 gegen Augsburg und 1:5 in Hannover, diese bösen Niederlagen verlangten dringend nach Maßnahmen. Trainer Karel Lang hat einiges unternommen. Auf die Fangfrage, ob Ilpo Kauhanen wieder im Tor steht, gibt der Coach klare Antwort. Der junge Lukas Lang rückt zwischen die Pfosten.

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Die Abwehr hat er nach Eishockey-Kulturen sortiert: Daniel Kunce und Stanislav Jesecko arbeiten osteuropäisch vor dem eigenen Tor. Jean-Luc Grand-Pierre spielt zusammen mit Rick Berry nordamerikanisch. Die beiden haben bereits bei den Washington Capitals in der NHL schwerere Defensivarbeit verrichtet. Toni Bader und Daniel Hilpert stehen als dritter Abwehrblock für deutsche Wertarbeit.

Die neue Ordnung soll endlich den ersten Sieg einbringen. Karel Lang: "Wir brauchen Punkte." Das ist ja klar. Gegen Ingolstadt kann da was gehen. Die Süddeutschen kamen zur Premiere auch schlecht aus den Puschen und blieben erfolglos. Bleibt die Frage, wer den größeren Druck verspürt.

Lang blickte gestern auch bereits auf die Partie am Sonntag bei den Pinguinen. Da geht es um viel mehr als nur Punkte. Da geht es um Ehre. Da kann man sich aber auch wirklich blamieren. Der Trainer steht in der Nachbarstadt im Ruf einer Eishockey-Legende. "Hexer" haben sie ihn dort genannt, weil er im Tor wahre Wunder zu vollbringen in der Lage war. Sein Trikot haben sie sich unters Dach der Halle gehängt. Seine Nummer eins wird bei den Pinguinen nicht mehr vergeben.

In Krefeld aber verbreitete sich am Sonntag auch buschfeuerartig das Gerücht, der Duisburger Coach sei entlassen worden. Kein Wunder, dass er sich da einiges vorgenommen hat. Hoffen kann er dabei auf die Unterstützung von Jan Alinc, der nach überstandener Rippenprellung heute nicht spielen kann, am Sonntag aber wieder den ersten Block anführen soll. Alinc spielte in der vergangenen Saison bei den Pinguinen ebenso wie Daniel Kunce und Alexander Selivanov.

Mag sein, dass die Mannschaft in den vergangenen Wochen nicht immer voll motiviert aufgetreten ist. Wenn das am Sonntag nicht ganz anders ist, dann ist dem Team nun wirklich nicht mehr zu helfen.

(RP)