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Eishockey: Mit jugendlicher Frische

Eishockey : Mit jugendlicher Frische

Ohne echte Stars, dafür aber als Kollektiv beeindruckt der EVD und nimmt an der Zwischenrunde auf dem Weg zum Aufstieg in die 2. Liga teil / Daniel Huhn schießt das Siegtor in Dortmund.

Die Füchse haben es geschafft. Duisburgs Eishockey-Oberligist nimmt an der Zwischenrunde auf dem Weg zum Aufstieg in die 2. Liga teil. Dem EVD gelang dies aus eigener Kraft mit einem 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)-Sieg beim Lieblingsfeind, den Elchen aus Dortmund. Dass Frankfurt bei den Roten Teufeln aus Bad Nauheim verlor, spielte keine Rolle mehr für die Duisburger Ordnung in der Tabelle. Zudem rückte der EVD auf Rang zwei vor und kann diesen Platz mit zwei sehr gut möglichen Siegen am Freitag in Unna und am Sonntag gegen die frustrierten Frankfurter, die nun auf Rang fünf verschmachten, festhalten.

Zugleich findet nun ein Personaltausch statt. Matt MacKay geht zurück nach Köln und wird dort beim DEL-Team als weiterer Ausländer lizensiert. EVD-Boss Ralf Pape nannte das eine Beförderung. Deutlich zu spüren war aber auch, dass Trainer Fritzmeier sich schwer tat, echte Liebe zu seinem Kanadier zu entwickeln. Fritzmeier wollte am Sonntag aber dazu keine kritischen Worte mehr verlieren und gönnte seinem Stürmer die erstklassige Chance. Der Trainer sprach nach dem Sieg viel lieber davon, "dass wir uns weiterentwickelt haben." Zum ersten Mal in dieser Saison gelang ein voller Erfolg auswärts bei einem Top-Team. Das 2:1 war sogar zu knapp gerechnet, denn der Fuchs hatte Chancen satt, mehr als die Treffer von Marcel Ohmann (37.) und Michael Huhn (51.) zu erzielen. Zudem gelang es endlich mal, in einem wichtigen Spiel einen Rückstand zu drehen. Dass all dies auch noch gegen Dortmund gelang, krönte einen perfekten Eishockey-Abend für Duisburg. Ralf Pape sprach von einem "super Spiel" und schwärmte von den vier Reihen, die mit Vollgas auf dem Eis unterwegs waren.

Ohne die angeschlagenen Manuel Strodel und Norman Hauner, dafür mit Philip Riefers, Marcel Ohmann und Diego Hofland von den Nachbarn aus der DEL zeigte der EVD die notwendige Reife, ließ sich von Clusens 0:1 (17.) nicht schocken und sammelte den nur erhofften, aber nicht erwarteten Dreier ein. Beeindruckend ist vor allem, wie die Mannschaft in der Meisterrunde ihr Programm abspult. Vier Siegen gegen die Topteams plus sechs Siege gegen die Mannschaften von weniger hoher Qualität. Franz Fritzmeiers Formation nimmt jede dieser Slalomstangen mit perfektem Schwung. Ohne echte Stars, dafür aber als Kollektiv, das jugendliche Frische in die Waagschale wirft. Gelingt es, dieses Niveau fortzuschreiben, dann darf man auch in der nächsten Gruppenphase auf ein Weiterkommen rechnen und der EVD kann es in die Playoffs mit dem Süden schaffen. Vor der Saison hatte man dies nicht unbe*dingt erwarten dürfen. Jetzt muss man es!

(kew)