Fußball Mit gemischten Gefühlen

Fußball · Ab heute kämpfen Duisburgs Amateurkicker um den 26. Hallenfußball-Stadtpokal. 20 Vereine wollen sich in der Sporthalle an der Krefelder Straße den Titel sichern, doch es gibt auch kritische Stimmen.

Obwohl seine Mannschaft sich bei der letzten Ausgabe den begehrten Titel sichern konnte, blickt Günter Abel, Trainer des Fußball-NRW-Ligisten VfB Homberg, mit gemischten Gefühlen zurück: "Es war schon schön das Turnier zu gewinnen, aber der Preis, den wir zahlen mussten, war zu hoch. Ich betrachte den Hallenfußball weiter sehr skeptisch." Abel prangert das hohe Verletzungsrisiko an und erinnert, "dass sich unser Kapitän Sunay Acar einen Innenbandanriss zugezogen hat und auch Mohammed Attris länger pausieren musste."

Angst vor Verletzungen

Abel hat seine Lehren aus diesen Ereignissen gezogen und verweist verletzungsanfällige Spieler gleich auf die Tribüne. "Manche Spieler sind schon aufgrund ihrer Statur keine Hallenkönige. Aber wir werden eine gute Truppe aufbieten und wollen unseren Titeln verteidigen", so Abel, der im Falle des Weiterkommens seiner Elf in der Vorrunde eine Entscheidung treffen muss.

Entweder betreut er sein Team auch beim Finaltag am Samstag oder Abel schnürt selbst die Hallenschuhe und unterstützt die Traditionsmannschaft von RW Oberhausen beim NRW-Traditionsmasters in Mülheim.

Um mögliche Verletzungen macht sich Heiko Heinlein, Trainer des Niederrheinligisten Hamborn 07, nur wenig Sorgen. Kein Wunder, ist der Übungsleiter der Löwen in Sachen Personalsorgen doch das das Schlimmste gewohnt. Die Skepsis des "Löwen-Dompteurs" zielt auf den neuen Austragungsort. "Die Rhein-Ruhr-Halle hatte ihren Flair. Für mich ist es fraglich, ob auch an der Krefelder Straße dieses Flair aufkommen kann. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen", erklärte Heinlein, der auch mit der frühen Anstoßzeit hadert: "Ich muss mal abwarten, ob ich überhaupt genug Spieler zusammen bekomme. Wir werden alle Schüler und Studenten zusammentrommeln."

In einem Punkt sind sich Abel und Heinlein einig. Die zweite Mannschaft des MSV gehört zu den Topfavoriten. Dass beide Trainer das Team des jeweils anderen ebenfalls als heißen Titelaspiranten einstufen, versteht sich fast von selbst. Doch auch einen Außenseiter-Coup, wie er im vergangenen Jahr dem A-Kreisligisten SV Genc Osman mit Platz vier gelang, schließen beide nicht aus.

"Gerade in der Halle sind die Mannschaften schwer einzuschätzen. Wir haben uns im letzten Jahr nur knapp gegen Genc Osman durchgesetzt und am eigenen Leib erfahren müssen, wie es ist, gegen einen hochmotivierten Underdog zu spielen", beschreibt Abel, der das Traumfinale bereits vor Augen hat: "Wir haben vor unserem Gewinn im letzten Jahr beide Endspiele gegen den MSV II verloren, das soll diesmal auf keinen Fall passieren. Da ist noch eine Rechnung offen", zwinkert Abel.

(tiwi)
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