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Eishockey: Mit dem Rücken zur Wand

Eishockey : Mit dem Rücken zur Wand

Der Eishockey-Oberligist EV Duisburg hat am Mittwoch das dritte Playoff-Finale in Bad Tölz mit 3:6 verloren und liegt in der Serie nun mit 1:2 zurück. Im morgigen Heimspiel müssen die Füchse gewinnen, um ihre Chance zu wahren.

Die Füchse stehen in der Finalserie der Eishockey-Playoffs um den Aufstieg in die Zweite Liga mit dem Rücken zur Wand. Am Mittwoch Abend ging das dritte Spiel bei den Tölzer Löwen mit 3:6 (1:2, 1:2, 1:2) verloren, auch wenn der Gast das Treffen lange offen hielt.

Damit muss die Mannschaft von Trainer Franz Fritzmeier am Freitag um 19.30 Uhr in der Scania-Arena ihr zweites Heimspiel gewinnen, um dann am Sonntag noch einmal nach Bayern reisen zu dürfen. Gelingt morgen kein Sieg, sind die Löwen in der Zweiten Liga, der Fuchs in den Ferien.

Der EVD muss die Partie ohne seinen gesperrten Verteidiger Patrik Gogulla antreten, der sich in der 20. Minute eine Spieldauerstrafe einhandelte. Gogulla musste offenbar nach einem Stockstich gegen Yannick Dubé früh duschen. Trainer Franz Fritzmeier entschuldigte sich in der Pressekonferenz für den Aussetzer seines Spielers.

Begonnen hatte der dritte Finaltag mit einer guten Nachricht für die Füchse. Benjamin Hanke, der in Spiel zwei von Schiedsrichter Neubert zu Unrecht eines Flaschenwurfs beschuldigt wurde, konnte per Videobeweis rehabilitiert werden und konnte gestern in Tölz dann doch für den EVD den Vorwärtsgang einlegen. Dafür durfte der wahre Flaschenwerfer, Teammanager Matthias Roos, nicht hinter die Bande, sondern das Spiel von der Tribüne aus verfolgen. Auch Daniel Huhn (Schulterverletzung) und Dennis Fischbuch (Gehirnerschütterung) fehlten den Füchsen.

Die Partie begann gut für den Gast. Christoph Ziolkowski erzielte nach acht Minuten die Führung. Die Freude war keineswegs anhaltend. Die Hausherren drehten durch Andreas Paul in Überzahl und Christian Urban (16.) die Partie. Während der langen Strafzeit von Gogulla legte Anton Prommersberger für die Löwen nach. Der EVD gab sich jedoch nie geschlagen. Diego Hofland (32.) verkürzte wieder. Christoph Fischhaber (37.) stellte den alten Abstand wieder her. Dann nahm sich Verteidiger Thomas Ziolkowski (42.) in Überzahl ein Herz und weckte erneute Hoffnung bei den wenigen mitgereisten EVD-Fans. Der EVD spielte Tölz jetzt an die Wand. Ein Konter von Michael Fischer (57.) und ein Schuss von Fischhaber (60.) ins leere Tor ließen die Fans dennoch traurig nach Hause fahren.

Schwaches Überzahlspiel

Mut dürfte dem EVD für morgen machen, dass man nicht schlechter als die Löwen spielte, aber bei den zahlreichen Überzahlchancen nicht genau genug zielte. Im zweiten Drittel bei 50 Sekunden mit Fünf gegen Drei und bei drei 5:4-Situationen im Schlussabschnitt darf dann auch mal ein Tor fallen. Zielen die Füchse im Heimspiel genauer, kann es noch mal eng werden in der Serie.

(kew)