Wasserball: Mit Berg soll beim DSV 98 nun wieder Ruhe einkehren

Wasserball : Mit Berg soll beim DSV 98 nun wieder Ruhe einkehren

Eine turbulente Woche liegt hinter den Wasserballern des Duisburger SV 98. Erst das nervenaufreibende Pokalspiel gegen Cannstatt, dann der plötzliche Rücktritt von Trainer Kalman Toth. Jetzt soll wieder Ruhe einkehren bei den 98ern, die beim heutigen Auswärtsspiel beim SV Würzburg 05 bereits von ihrem neuen Trainer betreut werden. Carsten Berg wird die Mannschaft ab sofort mit Unterstützung von Marek Debski betreuen. Schon im Sommer hatte die Sportliche Leiterin Susanne Becker Kontakt zu dem 44-Jährigen aufgenommen. Berg, der in Hamm wohnt und auch noch die B-Jugend der SGW Hamm/Brambauer trainiert, sagte jedoch ab. "Damals konnten wir ihn leider nicht für eine Zusammenarbeit gewinnen, da der Aufwand zu hoch war. Bei unseren Gesprächen hatte er einen bleibenden, sympathischen Eindruck hinterlassen", berichtet Becker. "Da sich Marek nun bereiterklärt hat, uns in der schwierigen Situation behilflich zu sein, sind wir in der glücklichen Lage, eine Doppel-Lösung anbieten zu können."

Carsten Berg war als Jugendspieler bei Rote Erde Hamm aktiv und sicherte dabei den viermaligen Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft in verschiedenen Altersgruppen. Als Juniorennationalspieler nahm er an der Europameisterschaft 1989 teil.

In der Wasserball-Bundesliga absolvierte er zahlreiche Spiele für Rote Erde Hamm, den SV Kamen und TV Werne. Zu seinen Erfolgen als Jugendtrainer zählt unter anderem der zweimalige Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Im Herrenbereich sammelte Berg Trainer-Erfahrungen beim TV Werne, mit dem er in die 2. Liga aufstieg. Außerdem war er bei Rote Erde Hamm und der SGW Hamm/Brambauer in der 2. Wasserball-Liga am Beckenrand aktiv.

In seiner neuen Mannschaft ist Berg kein Unbekannter. Führungsspieler Christian Theis hatte bereits unter dem neuen Coach trainiert. Gegen Aufsteiger Würzburg müssen die Duisburger die vergangenen turbulenten Tage möglichst schnell hinter sich lassen.

"Das wird keine leichte Aufgabe, vor allem nicht auswärts. Wir dürfen das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen, gerade in unserer aktuellen Situation", warnt Susanne Becker, die hofft, dass die Mannschaft ihrem neuen Trainer gleich einen erfolgreichen Einstand beschert.

(RP)