Maxi Fritzsche vom Duisburger SV 1900 nach seiner schweren Verletzung

Fußball : Maxi Fritzsche: „Die Liebe zum Fußball ist zu groß“

Der Spieler des Landesligisten Duisburger SV blickt nach seiner schweren Verletzung schon wieder nach vorn. In sechs Wochen kann er mit der Reha beginnen.

Alleine die Diagnose klang schlimm. Wadenbeinbruch, Trümmerbruch im Sprunggelenk, alle Bänder gerissen. Als sich Maximilian Fritzsche beim Spiel des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 in Überruhr verletzte, musste die Partie für rund 40 Minuten unterbrochen werden, ehe er ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Inzwischen kann der 24-Jährige wieder lachen. „Ich bin erfolgreich operiert worden“, sagt der Mittelfeldspieler.

Wie ist das Ganze genau passiert? „Im Duell mit dem Gegner wollte ich den Ball vor ihm abgrätschen. Durch einen Kontakt – kein Vorwurf an den gegnerischen Spieler, das war ein normaler Zweikampf – in der Grätsch-Bewegung bin ich brutal im Kunstrasen hängen geblieben und mit dem ganzen Körpergewicht in die andere Richtung gefallen, so dass das untere Bein und der Fuß zur Seite weggebrochen sind.“ Das klingt noch schlimmer als die Diagnose. Fritzsche: „Das Bein muss richtig übel ausgesehen haben. Der Notarzt musste es auf dem Platz einrenken – solche Schmerzen hatte ich noch nie zuvor.“

Die so genannte Weber-C-Fraktur – die schlimmste aller denkbaren Verletzungen dieser Art – wird nun mit Schrauben und Platten fixiert. „Die nächsten sechs Wochen darf ich das Bein nicht belasten.“ Also geht es allenfalls an Krücken oder im Rollstuhl vorwärts. Hauptsächlich ist Bettruhe angesagt. Nach diesen sechs Wochen wird eine große Schraube entfernt – direkt danach beginnen die Reha-Maßnahmen. Vor Fritzsche liegen einige Monate mit „harter Arbeit und Schweiß“, bis die Bewegungsabläufe wieder sitzen und die Muskelgruppen aufgebaut sind.“

Seine Mannschaft hatte am Sonntag mit „Gute Besserung, Maxi“-T-Shirts gespielt. „Das habe ich live im Ticker zur Partie gesehen. Das hat mich riesig gefreut“, sagt Fritzsche. „Ich würde gerne vor allem meiner Familie, meiner Freundin und meinen Freunden danken, die mich super unterstützt haben. Auch der gesamte Verein DSV – Mannschaft, Trainer, Vorstand und Umfeld – hat mich klasse aufgefangen. Ich habe viel Zuspruch bekommen.“ Kurz nach der Verletzung hatte sich Fritzsche gefragt, wofür er all dies auf sich nimmt. Er hat sich selbst die Antwort gegeben: „Die Liebe zum Fußball ist dann doch zu groß.“