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Lokalsport: Luxus für die Trainerin: Die Ersatzbank ist wieder gut besetzt

Lokalsport : Luxus für die Trainerin: Die Ersatzbank ist wieder gut besetzt

Die Fußballerinnen des MSV gewinnen ihren ersten Test im neuen Jahr mit 5:0 gegen den Regionalligisten SGS Essen II.

Natürlich ist es nur das erste Testspiel gewesen, bevor es in der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen wieder richtig losgeht. Dennoch dürfte es ein schönes Gefühl für Inka Grings gewesen sein, zur Pause der Partie gegen Regionalligist SGS Essen II gleich vier Spielerinnen auf einmal einwechseln zu können. Das bedeutete für die Trainerin des MSV Duisburg eben auch, dass sie diese Anzahl von Ersatzkräften auf der Bank hatte - und eben dieses war in den zurück liegenden Begegnungen der Meisterschaft oftmals nicht der Fall gewesen. Das Ergebnis bewegte sich für die bislang zehnmal in zehn Spielen siegreichen Zebras mit 5:0 (1:0) derweil in gewohntem Rahmen.

"Für das erste Testspiel war das schon ganz gut, vor allem nach unserem Leistungstest am Freitag", meinte Grings nach dem Spielabpfiff. Zudem waren die Bedingungen nach den leichten Schneefällen in der Nacht zum Sonntag ebenfalls nicht gerade optimal, was vor allem in der ersten Halbzeit dazu führte, dass viele Pässe in die Sturmspitze auf dem rutschigen Kunstrasen an der Mündelheimer Straße zu lang gerieten und angesichts der Schnelligkeit des Balls dann auch keine Abnehmerinnen fanden. So traf lediglich Nicole Munzert nach 37 Minuten mit einem platzierten und sehenswerten Distanzschuss ins Schwarze. Bis zum Seitenwechsel musste sich der Duisburger Zweitligist mit einem 1:0-Vorsprung begnügen.

Besser funktionierte es in der Offensive nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Neuzugang Selina Boveleth sammelte dort fleißig Pluspunkte. Sie markierte erst den zweiten Treffer in der 63. Minute und ließ wenige Minuten später auch noch das 4:0 (72.) folgen.

"Selina ist noch sehr jung, aber schon super ehrgeizig", erwartet Inka Grings viel von der Ex-Leverkusenerin, die nach der Pause ebenso in die Partie kam wie Sandra Betschart, eine von drei Testspielerinnen. Die Schweizerin war auf der linken defensiven Bahn naturgemäß wenig gefordert, ebenso Kathleen Radtke, die vor dem Wechsel als Innenverteidigerin agierte. Beide dürften sich im Fall einer Verpflichtung mit ihrer Erfahrung aber als sehr wertvoll im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr erweisen. Anna-Sophie Fliege spielte über 90 Minuten im defensiven Mittelfeld durch. "Wir sind dran, das bestmöglich hinzukriegen", hofft Inka Grings, dass so viele Kickerinnen wie machbar auch in der Liga das MSV-Trikot tragen. Eine Entscheidung über eventuelle Verpflichtungen ist in absehbarer Zeit zu erwarten.

Im Team des MSV, für das noch Steffi Weichelt (66.) und Linda Bresonik (74.) trafen, fehlten die Urlauberinnen Yuna Segawa und Danica Wu. Trainerin Inka Grings musste zudem auf ihre erkrankte Torhüterin Meike Kämper sowie die verletzte Laura Luis verzichten. Julia Debitzki nahm lediglich auf der Bank Platz, für einen Einsatz war es aber noch zu früh.

(RP)