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Wakeskating: Lucas Sühs mit Gold im Gepäck

Wakeskating : Lucas Sühs mit Gold im Gepäck

Der erste Europameister im wakeskaten kommt aus Duisburg. Lukas Sühs vom Wasserski Club Wedau kam mit zwei Goldmedaillen aus Ukkohalla/Finnland am Wochenende an die heimische Anlage im Strandbad Wedau zurück.

Bei den erstmals in der Sparte Wakeskating ausgetragenen europäischen Titelwettkämpfen bestätigte der 19-Jährige im Finale der Junior Men seine ausgezeichnete Saisonform und gewann sowohl in der Einzelwertung als auch die Mannschaftswertung.

Im Finale standen jedem Rider zwei Runs zur Verfügung, wobei nur der bessere gewertet wurde. Nach einem frühen Sturz beim Kickflip in seinem ersten Run stand er vor der Alternative mit einem Sicherheitsprogramm bestenfalls noch auf den vierten Platz vorzurücken oder noch einen "rauszuhauen". Er entschied sich fürs Risiko. Beim letzten Versuch stand er nicht nur den Kickflip sondern auch einen Varial-Kickflip und zeigte Höchstschwierigkeiten bei den sogenannten Obstacles, schwimmenden Hindernissen und Schanzen.

Die Duisburger Heimanlage ist international bekannt für ihren Obstacle-Park und so konnte er seine Obstacle-Tricks nicht nur stehen, sondern auch die gewisse Portion Lässigkeit zeigen, die mit einfließt, wenn die Schiedsrichter die Schwierigkeit, die Komposition des Runs und die Ausführung der Tricks bewerten.

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Aber auch der dritte Platz ging nach Duisburg. Den erst siebzehnjährigen Frederik Küpper hatten nicht viele auf der Rechnung, aber schon im Vorlauf warf er den selbsternannten Favoriten Tarik Ghoniem aus Berlin aus dem Rennen. Mit dem dritten Platz war es nicht verwunderlich, dass auch die Mannschaftswertung verdient an das Team Germany ging.

Ähnlich einem Straßen-Skateboard stehen die Wakeskater ohne Bindung direkt auf ihrem Board, das sie unter sich kicken, flippen und drehen. Aber auch der Wakeboard-Europameister wurde in Finnland gesucht. Fest mit Bindungen auf die Boards verschraubt zeigen die Wakeboarder hier spektakuläre Sprünge und waghalsige Stunts. Es ist die Spezial-Disziplin des dreizehnjährigen Duisburgers Niko Kasper in der Boys Klasse.

Er lieferte sich ein äußerst spannendes Finale mit dem Engländer Freddie Carter (14) um den Titel. Beide zeigten Höchstschwierigkeiten, und es entstand eine Pause weil die Entscheidung der Schiedsrichter so knapp ausfiel. Über seinen letztendlich großartigen Erfolg des Vize Europameisters konnte sich Niko dann nicht mehr so recht freuen — war der große Traum vom Einzeltitel doch so zum Greifen nah gewesen.

In der Klasse der Junior Men fuhr sein Duisburger Mannschaftskollege Mike Ruttkowski (18) souverän ins Finale. Trotz eines Sturzes kurz vor Ende seines Runs wurde er noch Fünfter und konnte so wichtige Punkte für die Mannschaftswertung einfahren. Zum Ende reichte es für die beiden tatsächlich knapp vor den Engländern zur Goldmedaille als Mannschafts-Europameister.

(RP)