Lokalsport: Löwen gehen mit weißer Weste in die Rückrunde

Lokalsport : Löwen gehen mit weißer Weste in die Rückrunde

Bezirksliga: Das 5:2 gegen Meiderich 06/95 ist der 17. Sieg im 17. Saisonspiel. Trainer Schacht ist stolz auf sein Team.

Die perfekte Hinrunde ist unter Dach und Fach. 17 Spiele, 17 Siege - das darf sich Hamborn 07 in die Vereinshistorie schreiben. Die weiße Weste des Bezirksliga-Spitzenreiters erhielt auch beim 5:2-Sieg gegen Meiderich 06/95 keinen Fleck. Der Tabellenzweite aus Vierlinden kam nach dem 0:5 im Spitzenspiel vor Wochenfrist wieder in die Spur - allerdings unter merkwürdigen Umständen.

Hamborn 07 - Meiderich 06/95 5:2 (2:1). "Ich bin stolz auf diese Mannschaft", stellte Löwen-Trainer Dietmar Schacht nach dem 17. Hinrundensieg fest. "Natürlich war es schwer, nach dem Sieg in Vierlinden die Spannung wieder aufzubauen. Außerdem hat Meiderich versucht, uns den Schneid abzukaufen, und ist sehr couragiert aufgetreten." Sein Gegenüber Ralf Gemmer ärgerte sich: "Gegen Hamborn sechs Chancen herausspielen und zwei Tore machen - das schaffen nicht viele. Aber leider haben wir uns auch bei vier der fünf Gegentreffer blöd angestellt. Sonst wäre hier vielleicht sogar mehr drin gewesen." David Gehle schoss eine 2:0-Führung heraus (18., 33.), ehe Marcel Gesemann in der 38. Minute verkürzte. Fünf Minuten nach Wiederbeginn schnürte dann auch der Meidericher einen Doppelpack - das wollte allerdings Gehle wohl so nicht stehen lassen, der weitere vier Minuten später Treffer Nummer drei nachlegte. Ein Elfmeter, den Kai Neul verwandelte, brachte dann die Vorentscheidung (68.), ehe Keinert selbst gegen sehr offensive Gäste in der letzten Minute den Schlusspunkt setzte.

RWS Lohberg - DJK Vierlinden 1:2 (0:0). Richtig freuen mochte sich Almir Duric nicht. "Ich habe viele Freunde bei RWS und wäre mit einem Punkt zufrieden gewesen", so der DJK-Trainer. Die Umstände taten ein übriges: Aus seiner Sicht hätte Schiedsrichter Dennis van Dyck die Partie auf eishartem Untergrund gar nicht anpfeifen dürfen. Der Unparteiische trat noch mehrfach in Erscheinung - beispielsweise bei der Lohberger Führung, die laut Duric aus einem unberechtigten Elfmeter resultierte: "Der Lohberger Spieler rutscht aus, ohne dass einer von uns in der Nähe ist. Er sagt das dem Schiedsrichter sogar, aber das war ihm wohl egal." Benjamin Koncic erzielte per Freistoß den Ausgleich, dem wenig später das Siegtor durch Yalcin Nezir folgte - das aber wohl gar keines war. "Ich sage mal: Der Schiedsrichter hat uns ein Phantomtor geschenkt. Selber habe ich es nicht gesehen, aber man hat mir gesagt, dass der Ball nicht ins Tor gegangen ist. Doch was soll ich da machen?"

SV Genc Osman - 1. FC Bocholt II 3:0 (2:0). Was leicht und locker klingt, war es 45 Minuten lang auch. "Die Bocholter wussten bis zur Pause gar nicht, was los ist", so Genc-Trainer Ilyas Basol, der gern mehr Tore als die von Baris Atas (8.) und Anil Yildirim (31.) gesehen hätte. Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild: "Da hat man nicht verstanden, warum Bocholt so weit unten in der Tabelle steht." Abgesehen von der harmlosen Offensive der Gäste, die Genc prinzipiell nicht in Gefahr brachte. Nach Gelb-Roter Karte gegen FC-Kapitän Niklas Enck (78.) war die Sache endgültig durch; Gökhan Kiltan machte den Deckel drauf.

(T. K.)