Kanu-WM: Lob vom Präsidenten: Duisburg ist das Wimbledon der Kanuten

Kanu-WM : Lob vom Präsidenten: Duisburg ist das Wimbledon der Kanuten

Die deutschen Kanuten zeigten sich von ihrer besten Seite und holten bei der WM auf der Regattabahn 18 Medaillen. Dass sie damit ihre Ausbeute von den Olympischen Spielen in London noch übertrafen, lag sicher auch an der erneut guten Organisation der Wettkämpfe – wenn auch einige Athleten sich über späte Starts ärgerten. Insgesamt war Duisburg aber ein toller Gastgeber für die 956 Athleten aus 78 Nationen – wieder einmal.

Die deutschen Kanuten zeigten sich von ihrer besten Seite und holten bei der WM auf der Regattabahn 18 Medaillen. Dass sie damit ihre Ausbeute von den Olympischen Spielen in London noch übertrafen, lag sicher auch an der erneut guten Organisation der Wettkämpfe — wenn auch einige Athleten sich über späte Starts ärgerten. Insgesamt war Duisburg aber ein toller Gastgeber für die 956 Athleten aus 78 Nationen — wieder einmal.

"Ich hatte mir einiges erhofft. Aber ich hätte nie damit gerechnet, dass wir so etwas schaffen. Unser Team ist über sich hinausgewachsen. Das war beste Werbung für den Kanusport", sagte Verbandspräsident Thomas Konietzko, der damit sicher auch das Organisationskomitee meinte. Angesichts der Medaillenflut animierte Konietzko zwischenzeitlich im Überschwang der Gefühle die Zuschauer zur La Ola — die Fans ließen sich nicht lange bitten. Auch der Potsdamer Sebastian Brendel freute sich über die Zuschauer: Nach seinem ersten WM-Titel auf den nichtolympischen 5000 m sagte er angesichts der lautstarken Unterstützung von den Tribünen: "Ich freue mich riesig, dass es endlich geklappt hat. Da zahlt sich der Heimvorteil aus." Von allen Athleten und gerade von den erstmals eingebundenen Para-Kanuten bekamen die Gastgeber eine herausragende Organisationsleistung bestätigt. Und das trotz der knappen Vorbereitungszeit.

Auch die Offiziellen waren rundum zufrieden: José Perurena López, Präsident der Internationalen Kanu-Föderation ICF, war bei einem Empfang des Landes NRW mit Innenminister Ralf Jäger voll des Lobes für die kurzfristig übernommene Weltmeisterschaft und dankte den Organisatoren, Sponsoren und Helfern. "Was Wimbledon für Tennis oder der Luzerner Rotsee für den Rudersport ist, das ist für uns Kanuten Duisburg", sagte López. Oberbürgermeister Sören Link erhob die Kanu-WM, die Duisburg zum fünften Mal ausrichtete, gleich in den Rang von Brauchtum: "Wenn man im Rheinland etwas zweimal macht, ist es Tradition. Macht man es fünfmal, ist es Brauchtum." Und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sagte: "Ich freue mich, dass wir und Duisburg gezeigt haben, wie schnell und wie gut wir eine WM organisieren können." Ein sechster Anlauf ist nicht ausgeschlossen. Link: "Wir sind bereit."

(RP)
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