Leichtathletik: Lichterlauf bei Vollmond

Leichtathletik : Lichterlauf bei Vollmond

Die Beleuchtung der beliebten Strecke an der Regattabahn ist für ein weiteres Jahr gesichert.

Am Samstagabend hätte es eine Beleuchtung rund um die Regattabahn eigentlich nicht gebraucht. Der Vollmond hüllte die beliebte Joggingstrecke in Wedau in sein weißes Licht. Da sich die Jogger aber nicht immer auf die Strahlkraft des Erdtrabanten verlassen können, traf es sich gut, dass in dieser Vollmondnacht ein reges Treiben im Sportpark herrschte. Mit ihrer Teilnahme an Bunerts 13. Lichterlauf sorgten knapp 2500 Läuferinnen und Läufer dafür, dass die Laternen an der Regattabahn ein weiteres Jahr lang brennen - und die Bürger aus Duisburg und Umgebung somit auch an dunklen Abenden ihrem Bewegungsdrang auf der 5000-Meter-Bahn im Grünen nachkommen können.

Für eine Premiere bei der Veranstaltung, deren Erlös die Beleuchtung mitfinanziert, sorgte Karol Grunenberg. Mit seiner Zeit von 31:15 Minuten gewann der Mann vom ASV Duisburg den 10 000-Meter-Hauptlauf bereits zum vierten Mal. Das gelang noch niemandem. Auch nicht Tim Schüttrigkeit, der den 5000-Meter-Lauf mit großem Abstand für sich entschied. "Vor vier Wochen bin ich noch unter 15 Minuten gelaufen, aber 15:17 sind auch okay", freute sich der 18-Jährige, der im Frühjahr auch die Kleine Serie beim ASV-Winterlauf gewonnen hatte, über seine erfolgreiche Rückkehr nach Wedau. Der für die LG Alpen startende Sieger nutzt die Laufstrecke an der Regattabahn selbst zwar nicht zum Training. Den Zweck des Lichterlaufs weiß er aber zu schätzen. "Ich wohne in Moers-Repelen, und auch da ist die Strecke bekannt", berichtet Tim.

"Es ist eine tolle Veranstaltung und die Atmosphäre mit der Beleuchtung und den vielen Leuten und ist echt super", zeigte sich Schüttrigkeit beeindruckt. Dabei hatte er schon einmal am Lichterlauf teilgenommen. "Aber da war ich noch ein Kind. Das war beim 1000-Meter-Schülerlauf. Aber wie alt ich da war, weiß ich nicht mehr." Womöglich etwa im Alter von Nico Sikora. Der achtjährige Blondschopf vom ASV Duisburg sorgte mit seiner Zeit von 23:07 Minuten über 5000 Meter nicht nur bei den zahlreichen Zuschauern am Streckenrand für Verwunderung - auch bei seiner Mutter Beate, die kurz vor ihm ankam und nicht ahnte, dass der Sohn ihr so dicht auf den Fersen war. Wenn auch Nico als 18-Jähriger - dann vielleicht als Sieger - noch von seinem ersten Lichterlauf als Kind erzählt, haben Jörg Bunert, Karsten Kruck und der Stadtsportbund als Veranstalter sicher einiges richtig gemacht.

Doch erst einmal freute sich Kruck über die gesicherte Beleuchtung fürs nächste Jahr durch eine erneut gelungene Veranstaltung. "Wir sind sehr zufrieden. Alles läuft gut, alle haben Spaß", strahlte der Organisator beim Blick in die Menschenmenge. "Dafür machen wir das, die Atmosphäre ist einfach toll. Und über allem leuchtet auch noch der Mond."

(RP)
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