Leichtathletik: Auftakt der Winterlaufserie des ASV Duisburg

Leichtathletik : Zwei Dauerbrenner bei der Winterlaufserie des ASV Duisburg

Am Samstag steht im Sportpark der Auftakt der 34. Auflage der Veranstaltung an. 5400 Teilnehmer werden erwartet. Peter Lange und Ulrich Scharrenberg waren von Anfang an dabei und werden dafür vor dem Start geehrt.

Nicht selten machen vor großen Veranstaltungen die Dinge die meiste Arbeit, die beim Event selbst kaum wahrgenommen werden. Wie etwa das Anbringen von Plakaten, die frühzeitig auf Straßensperrungen in Folge der anstehenden Großveranstaltung hinweisen. 300 solcher Plakate brachte ein Trio der Organisations-Crew des ASV Duisburg am Dienstag in Wedau an – bei Minustemperaturen. „Aber es war trocken. Die Gelegenheit mussten wir nutzen“, sagte Friedhelm Abel, der zu dem Trio zählte, das sich anschließend die Hände warm reiben musste.

Der Weg muss frei sein für die bis zu 5400 Teilnehmer, die der ASV am Samstag bei der 34. Auflage seiner Winterlaufserie im und rund um das Leichtathletikstadion erwartet. Zu einer Veranstaltung, die es auf fast so viele Laufwettbewerbe bringt, wie Plakate in Wedau hängen. Nach 33 Jahren mit je drei Etappen steht der ASV am Samstag vor dem 100. Veranstaltungstag der Wintertrilogie.

„In all den Jahren sind wir nie stehen geblieben, haben uns immer bewegt und die Serie weiter verbessert“, sagt Abel, der weiß, dass das ASV-Team auf eine stolze Geschichte zurückblicken kann. Der Mitorganisator selbst wird vor dem Start der kleinen Serie um 14 Uhr zwei Läufern eine Ehrenurkunde übergeben, die von Anfang an Teil dieser Geschichte waren.

Der Mülheimer Peter Lange und Ulrich Scharrenberg aus Hilden stehen vor ihrem 100. Lauf bei der Serie. Ein weiterer Dauer-Gast wird diesmal dabei sein – und zwar der Dauer-Sieger: Manuel Meyer absolviert die Meisterschule und kann den nächsten Anlauf auf den zehnten Seriensieg seit seinem letzten Erfolg 2016 nicht in Angriff nehmen.

Der Oberhausener Triathlet Timo Schaffeld (links) zählt zu den Favoriten. Ob Nikki Johnstone (rechts) an den Start geht, ist noch offen. Foto: FUNKE Foto Services/Christoph Wojtyczka

Ein Top-Favorit für den Seriensieg wäre Nikki Johnstone. Der Schotte, der erst am vergangenen Wochenende auf Madeira seinen bereits dritten Marathon im noch jungen Jahr bestritt und mit neuer Bestzeit von 2:22:13 Stunden gewann, wird sich jedoch spontan für oder gegen den Start in Wedau entscheiden. „Etwas Regeneration gönnt sich auch Nikki mal“, sag Andreas Menz, der erneut die Moderation der Serie übernehmen wird.

Sollte Johnstone nicht starten, hat der Laufexperte den Triathleten Timo Schaffeld ganz vorn auf dem Favoritenzettel. Der Oberhausener startete im letzten Jahr erstmals beim Ironman auf Hawaii und wurde prompt Sieger seiner Altersklasse. „Die spannendste Frage ist aber, ob die Favoriten bei allen drei Etappen am Start sein werden“, sagt Menz.

Annika Fels von der LG Coesfeld setzte sich im vergangenen Jahr bei der Großen Serie der Frauen durch. Sie will ihren Titel verteidigen. Foto: FUNKE Foto Services/Jörg Schimmel

Denn ganz oben kann am Ende nur stehen, wer nach den 10.000 Metern am Samstag, auch die 15.000 Meter am 23. Februar und den Halbmarathon am 23. März absolviert. So schaffte es im Vorjahr auch Fabian Karst vom Laufwerk Ruhr aufs oberste Podest, der bei der 34. Auflage als Titelverteidiger an den Start geht. Bei den Damen wird Anika Fels versuchen, ihren Seriensieg aus dem vergangenen Jahr zu bestätigen. Konkurrenz könnten der 23-Jährigen von der LG Coesfeld die Vorjahres-Dritte Lise Dewits aus Mülheim oder die mehrfache Deutsche Meisterin Melanie Linder von der SG Wenden machen.

In der kleinen Serie, die beim Auftaktlauf über 5000 Meter um 14 Uhr und 14.30 Uhr in zwei Teilnehmerfeldern startet, spricht viel für den vierten Sieg von Katharina Wehr. Im Vorjahr war die Lokalmatadorin vom TV Wanheimerort mit mehr als acht Minuten Vorsprung nach den weiteren Etappen über 7500 und 10.000 Meter konkurrenzlos. Bei den Männern dürfte es wieder einen Zweikampf zwischen Titelverteidiger Habtom Tedros (TG Neuss) und Verfolger Roman Schulte-Zurhausen (Bunert Running-Team) geben, die sich 2018 ein spannendes Duell lieferten.

Und gespannt sind auch die Organisatoren. Gespannt, ob Oberbürgermeister Sören Link vielleicht schon beim 100. Winterlauf-Wettkampftag am Start der kleinen Serie stehen wird. „Für die zweite Etappe hat er uns jedenfalls seine feste Zusage gegeben“,sagt Abel. Und da reibt sich die ASV-Crew die Hände.