Landesliga: 3:2-Sieg des Duisburger SV 1900 gegen Burgaltendorf

Fussball : DSV steuert Klassenerhalt entgegen

Fußball-Landesliga: Simsek, Nakayama und Timm treffen gegen Burgaltendorf

Als der Ball an die Latte des DSV-Gehäuses knallte, wurde an der Düsseldorfer Straße kollektiv die Luft eingesaugt, die drei Sekunden später für den Jubelschrei genutzt werden konnte. Denn der Duisburger SV 1900 steuert weiter dem Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga entgegen. Schon seit Wochen spielen die Schwarz-Roten – selbst bei Niederlagen – nicht wie ein Absteiger. Gegen den SV Burgaltendorf war am Ende auch Glück dabei, aber es stand ein 3:2 (1:2)-Sieg der Hausherren zu Buche. „Das war dann aber auch das Glück des Tüchtigen“, sagte Trainer Julien Schneider.

Der Coach überraschte den Gegner mit einer abermals geänderten taktischen Formation. Im 5-3-2-System stellten sich die Wanheimerorter den Essenern entgegen, doch zunächst waren es die Gäste, die besser ins Spiel kamen. Burgaltendorf hatte zunächst mehr vom Spiel, scheiterte aber in der 22. Minute noch an DSV-Keeper Dominik Langenberg, der aus kürzester Distanz gegen Kreshnik Vladi parierte.

Zwar setzten die 1900er immer mal wieder einen Konter, doch nachdem Henning Hopf eine Gästeflanke mit dem Kopf verlängert hatte, stand Kevin Sokhan-Sanj goldrichtig und traf für Burgaltendorf (26.). Danach kam der DSV besser in die Partie und glich nach einer Flanke von Seiya Nakayama durch den nun doch spielberechtigten Ahmed Can Simsek aus (41.). Zwei Minute später lag der SVB nach einem kuriosen Tor wieder vorne: Der Ball kullerte von links an Freund, Feind und Torhüter zum 2:1 in die Maschen; wieder hatte Sokhan-Sanj getroffen (43.).

„Die zweite Halbzeit war dann aber richtig gut“, sagte Schneider. Schon in der 72. Minute hätte der Ausgleich fallen müssen. Nach einer Flanke von Janis Timm stieg Marcel Vogel zum Kopfball hoch, setzte den Ball aber knapp neben das Tor. Dafür bewies Vogel zwei Minuten später hervorragenden Überblick, legte auf den heranrauschenden Nakayama zurück, der den Ball ins Tor hämmerte.

Nun hatten die Duisburger klar Oberwasser. Wieder nur eine Minute später wurde Simsek so gerade noch nach außen abgedrängt. In der 78. Minute ging 1900 an diesem Nachmittag dann aber erstmals in Führung: Die Gäste leisteten sich in der eigenen Hälfte einen üblen Ballverlust; Janis Timm kam ans Spielgerät und düpierte Gästekeeper Jan Unger. „Das waren so 25 bis 30 Meter“, schätzte der Torschütze. Zweimal musste Langenberg noch eingreifen, um einen möglichen Essener Ausgleich zu verhindern – ganz am Ende half dann die Latte mit, die drei wichtigen Punkte einzufahren.

Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt nun acht Punkte.

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