Klarer Sieg im Top-Spiel für Hamborn 07

Fußball : Hamborn 07 übernimmt die Tabellenspitze

Der Bezirksligist gewinnt das Top-Spiel gegen BW Dingden mit 4:1. Der VfB Homberg II zeigt beim 3:7 gegen den Hamminkelner SV eine schlechte Leistung. Viktoria Buchholz siegt im Derby gegen die TuS Mündelheim.

Der Fußball-Bezirksligist BW Dingden hat es schon wieder getan. Auch im Spitzenduell mit Hamborn 07 schlugen sie erneut in der 90. Minute noch einmal zu. Doch dieses späte Tor konnten die Hamborner diesmal locker wegstecken. Schließlich hatten sie bis dahin schon eine 4:0-Führung vorgelegt und sorgten mit dem deutlichen Sieg nicht nur für ein Ausrufezeichen, sondern auch für einen Führungswechsel in der Gruppe 4. Punktgleich stehen die Löwen nun mit einem Tor mehr vor Dingden auf Platz eins. Die Reserve des VfB Homberg kassierte indes eine unerwartet deftige Niederlage gegen den Hamminkelner SV. Und die tat nicht nur ihnen selbst, sondern besonders den abstiegsbedrohten Meiderichern und Mündelheimern weh, die am Wochenende leer ausgingen.

BW Dingden – Hamborn 07 1:4 (0:1). Trotz der 1:0-Führung durch Blinort Namoni war es ein lange sehr ausgeglichenes Spitzenspiel, in dem beide Seiten vor allem keine Fehler machen wollten. Eine vergebene Großchance des Gastgebers war dann aber die Initialzündung für eine letztlich klare Angelegenheit. Binnen elf Minuten machten Daniel Schäfer (50.), Andre Meier und Tim Keinert den Sack vor den 250 mitgereisten 07-Fans zu. „Dingden hat versucht, mehr nach vorne zu spielen, und Räume geöffnet. Wir haben sie gnadenlos ausgekontert“, so Hamborns Trainer Michael Pomp. Dabei freute den Coach besonders, dass er viele einstudierte Spielzüge bei den Toren erkennen konnte. „Die Jungs haben alle Trainingsinhalte umgesetzt und auch in der Höhe verdient gewonnen.“

VfB Homberg II – Hamminkelner SV 3:7 (0:6). Viele Worte hatte Sunay Acar nicht für den desolaten Auftritt seiner Elf gegen den HSV übrig. „Die Leistung in der ersten Halbzeit war das Schlechteste, was ich als Spieler und Trainer je erlebt habe. Arbeitsverweigerung wäre zu wenig. Da war alles drin, was mit Fußball nichts zu tun hat.“ Da war auch das kurze Aufbäumen mit den Treffern von Murat Öztürk, George Wiedemann und Gabriel Preuß zum 3:6 kein Trost.

TuS Mündelheim – Viktoria Buchholz 0:2 (0:0). Der TuS fehlen durch den Sieg des HSV nun schon acht Punkte bis zum sicheren Nicht-Abstiegsplatz. Sie selbst ging im Südderby auch beim Debüt von Rückkehrer Frank Krüll erneut leer aus. „Wir haben es in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht und das Spiel lange offen gehalten. Nach der Pause hat Buchholz dann mehr gepresst, ohne uns einzuschnüren. Dass wir dann durch zwei Konter nach Fehlern im Angriff verlieren, ist sehr ärgerlich“, sagte der Coach.

Sein Gegenüber durfte sich durch die Treffer von Lars Mrozek und Tim Ramroth hingegen nach drei Spielen wieder über einen Sieg freuen. Und der war in den Augen von Maik Sauer auch verdient. „Die Jungs haben sich durch ein fehlerfreies und souveränes Spiel aus ihrer Situation befreit. Wir hätten auch schon zur Pause führen können, haben uns aber nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

DJK Vierlinden – Adler Osterfeld 5:2 (4:1). Sieben Wochen pausierte er nach einer Operation. Kaum ist Beno Konic wieder am Ball, befördert er ihn in den Kasten – und das gleich dreimal. Neben den Schützen Joel Grzeskowiak und Edis Fazljija war der Torjäger maßgeblich an der ersten Liga-Niederlage der Adler in diesem Jahr beteiligt. „Das war aber eine ganz starke Leistung der gesamten Mannschaft“, sagte Almir Duric. Kleiner Wermutstropfen: Koncic holte sich auch gleich die fünfte Gelbe Karte ab.

SuS Dinslaken 09 – Meiderich 06/95 4:0 (2.0). Dass Thomas Heck sein ungewaschenes Shirt nun ablegen kann, ist dass einzig Positive, das der Coach aus der ersten Niederlage in diesem Jahr ziehen konnte. Bei gerade erreichter Punktgleichheit mit dem am rettenden Ufer stehenden HSV kam diese denkbar ungünstig. „Vor allem aber hatten wir auch nichts anderes verdient“, vermisste der Trainer „alles, was uns in den letzten Spielen ausgezeichnet hatte. Da war kein Kampf und kein Biss drin. Wir waren zu langsam und behäbig.“

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