Lokalsport: Kessens Team muss die Schulbank drücken

Lokalsport : Kessens Team muss die Schulbank drücken

Landesliga: Der DSV 1900 nutzt seine Chancen nicht und unterliegt dem SV Sonsbeck mit 0:2.

Deniz Hotoglu schlich vom Platz. Die Enttäuschung darüber, dass sein Team gerade die dritte Niederlage im dritten Spiel des Jahres eingefahren hatte, war dem Offensivspieler des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 deutlich anzumerken. "Immerhin hat die Einstellung heute wieder gestimmt", versuchte der 26-Jährige schon wieder das Positive nach vorne zu stellen. "Wir hätten nur unsere Chancen nutzen müssen." Am Ende stand aber eine 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den SV Sonsbeck zu Buche.

"Wir haben eine junge Mannschaft. Solche Phasen gibt es - und da kommen wir auch wieder raus", erklärte DSV-Trainer Ralf Kessen. "Das Spiel haben wir in den ersten 30 Minuten verloren", so der Coach. Denn in dieser Phase hätte es mindestens zweimal im Sonsbecker Tor scheppern müssen. Schon nach zwei Minuten hatte Hotoglu die Führung auf dem Fuß. Doch knapper war es nach 24 Minuten. Justin Bock nahm einen Pass schön im Lauf an, sein Abschluss landete allerdings an der Latte. In dieser Phase fehlten noch die entscheidenden Torannäherungen der Gäste: So wurde es bei einem verdeckten Schuss aus der zweiten Reihe von Ajdin Mehinovic noch am gefährlichsten (27.). Doch je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurde, dass die hohe Laufbereitschaft der Sonsbecker zu einem Problem werden würde. So schaltete der SVS in der 29. Minute am schnellsten - und lief ebenso schnell. Aus einer Ecke des DSV, bei der Raffael Schütz einen Seitfallzieher ansetzte, entwickelte sich ein Konter, in dessen Verlauf die Wanheimerorter auf Handspiel reklamierten - und kurz nicht weiter mitmachten. Das passierte den Sonsbeckern nicht und Sekunden später traf Felix Terlinden zum 1:0 (29.). In der 37. Minute hätte beinahe die nächste DSV-Ecke zu einem SVS-Tor geführt. Der Ball landete im Netz, doch Schiedsrichter Stappen entschied auf Abseits.

Die Entscheidung in der 62. Minute: Einige Klärungsversuche misslangen, am Ende der "Billard-Stafette" stand Lukas Vengels, von dem der Ball ins Tor prallte. Kessen: "Ein junges Team muss in seiner Entwicklung auch lernen, mit solchen Situationen umzugehen." Nicht wirklich schlau war die gelb-rote Karte von Jonas Gerritzen (SVS), der sich wegen Meckerns unter die Dusche stellen durfte.

(RP)
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