Fußball: Kessen: "Meine bis jetzt beste Saison"

Fußball : Kessen: "Meine bis jetzt beste Saison"

Als Jörg Kessen die Landesliga-Fußballer im Januar 2010 übernahm, war er keineswegs zu beneiden. Umso lobenswerter ist, was der Trainer innerhalb von eineinhalb Jahren an der Düsseldorfer Straße bewirkt hat.

Aus einer stets abstiegsbedrohten "grauen Maus" hat Kessen eine junge, spielfreudige Truppe geformt, die auf dem vierten Rang landete.

Für Kessen, der zuvor bereits vom Sommer 2003 bis Dezember 2007 die Geschicke der Wanheimerorter leitete, ist die vergangene Saison der bisherige Höhepunkt seiner Trainerzeit: "Ich habe schon manche Erfahrung im Fussball gemacht, aber diese Saison war die beste meiner ganzen Laufbahn.

Es war einfach toll mit dieser Mannschaft zu arbeiten, zudem hatten wir neben viel Spaß auch noch mächtig Erfolg", zeigt sich Kessen begeistert. Vor allem in der Rückrunde wussten die Wanheimerorter zu überzeugen. Einzig Meister Hamborn 07 konnte in der zweiten Saisonhälfte mehr Punkte verbuchen.

Der DSV hat in 15 Spielen ganze 30 Punkte gesammelt: "Das ist eine überragende Marke, wenn wir schon in der Hinrunde diese Leistung gebracht hätten, wären wir noch weiter oben gelandet", so Kessen, dessen Team nach der Hinrunde auf Platz acht stand. Die Tatsache, dass die "1900er" erst in der Rückrunde aufdrehten, lässt sich auch problemlos auf die Spiele der Kessen-Elf übertragen.

Oftmals verschliefen die Wanheimerorter die Anfangsphase, gerieten dadurch in Rückstand und drehten am Ende mit großer Moral doch noch das Spiel: "Jetzt kann ich darüber scherzen, aber in der Saison war das echt belastend. Die Spieler haben es sich dadurch immer schwerer gemacht, als es nötig war", sagt Kessen, der zu Saisonbeginn noch skeptisch war.

Damals schickte der Trainer eine sehr junge Mannschaft, von ihm liebevoll "Kindergarten" genannt, mit der Zielsetzung Klassenerhalt ins Rennen. "Wir haben den Umbruch gewagt und ganz in Ruhe eine gute Mannschaft aufgebaut. Das war unser Ziel", erklärt der Coach, für den junge Spieler wie Deniz Hotoglu, Mustafa Öztürk oder Manuel Lemke unverzichtbar wurden.

Zudem hat Kessen auch erfahrene Spieler gesetzt, die der jungen Elf Stabilität geben sollten. Kicker wie Dejan Lazovic, der die meisten Tore im DSV-Kader erzielte, oder Abwehrchef Christian Giersch waren seine Erfolgsgaranten. "Alles in allem haben wir einen sehr ausgeglichenen Kader gehabt.

Das war unsere Stärke", so Kessen, der von der Spielfreude seiner Mannschaft oftmals äußerst angetan war: "Jeder einzelne Spieler hat sich gut entwickelt. Ich denke, dass wir auch nächste Saison wieder oben mitspielen können." Dafür haben sich die Wanheimerorter namhaft verstärkt.

Mit Hüseyin Ince (FSV Duisburg), Sebastian Wickl (TuRa 88), Timo Welky (SC Düsseldorf-West) und Florian Theißen (TV Jahn Hiesfeld) wechseln gleich vier Spieler an die Düsseldorferstraße, die Kessen schon zu seiner Zeit bei TuRa 88 unter seinen Fittichen hatte: "Das spricht sowohl für die Spieler, als auch für mich.

An gute Spieler erinnert man sich immer. Und ich empfinde es als Anerkennung, dass die Spieler gerne noch mal mit mir zusammen arbeiten wollen. Wir haben uns mit diesen Neuzugängen echt verstärkt", freut sich Kessen, der außerdem Philipp Wypler (Rot-Weiß Mülheim) zum DSV gelockt hat.

Den Verein verlassen Christoph Strauß (GSV Moers), Christian Giersch (1. FC Kleve), André Schulz-Menningmann (VfB Homberg II), Julian Giebel (Viktoria Buchholz) und Gökhan Topuz mit noch unbekanntem Ziel.

(tiwi)
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