Lokalsport: Jugendtrainer ziehen ein positives Fazit

Lokalsport: Jugendtrainer ziehen ein positives Fazit

Fußball: Die D-Junioren haben nach der Winterpause eine kreisübergreifende Spielrunde absolviert, in der sie sich spannende und lehrreiche Duelle geliefert haben. Ob bald eine komplette Serie eingeführt wird, ist noch offen.

Am Samstag kam es am Homberger Rheindeich zum Showdown zwischen dem VfB Homberg und Hamborn 07. In der neu eingeführten Niederrhein-Spielrunde der Fußball-D-Junioren ging es in der Gruppe A um Platz eins, den sich am Ende die Hamborner Löwen sicherten. Während die 07-Jungs nach der letzten Partie jubelten, wirkten die VfB-Talente geknickt. Doch die Enttäuschung hielt bei den Linksrheinern nicht lange an, wie Trainer Wolfgang Meyer resümierte: "Die Jungs haben eine tolle Saison hingelegt, aber leider ist die Belohnung im letzten Spiel ausgeblieben."

Auch Jörg Vesper, Jugendkoordinator von Hamborn 07, war bestens gelaunt: "Das war für uns ein toller Abschluss einer guten ersten Spielzeit. Die Teams wurden viel mehr gefördert und wir, wie auch alle anderen Vereine, hatten gegen bessere Gegner einen viel besseren Leistungsvergleich. Die Spielrunde war eine richtig gute und runde Geschichte. Wir würden es begrüßen, dass in Zukunft eine komplette Serie eingeführt werden würde."

Aus den 13 Leistungsklassen des Fußballverbandes Niederrhein hatten sich in der Hinrunde 24 Mannschaften des Jahrgangs 2005 als jeweils Erster oder Zweiter für die Niederrheinrunde qualifiziert und spielten in drei Achtergruppen von Januar bis zum vergangenen Wochenende eine Doppelrunde aus, während die verbliebenen Mannschaften in den Leistungsklassen ihre Meister ermittelten.

Wie der Großteil aller Vereine empfand auch Michael von Zabiensky, stellvertretender Jugendleiter des VfB Homberg, die neue Idee als sehr positiv: "Das war für uns eine spannende Angelegenheit, bei der wir sehr gute Erfahrungen gesammelt haben. Woche für Woche mussten die Jungs an ihre Leistungsgrenze gehen, was wir so vorher nie hatten. Das Niveau war um einiges höher."

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Soner Dogan, Trainer von Rhenania Hamborn, war der gleichen Meinung: "Die ersten fünf Mannschaften waren in etwa auf einem Leistungsniveau und haben sich oft enge Duelle geliefert. Das hast du in den Leistungsklassen sonst nie, weil meist ein oder zwei Teams alle anderen überragen."

Ob die Niederrhein-Spielrunde bei den D-Junioren auch in Zukunft eine Chance hat und sich eine eigene Meisterschaft durchsetzt, steht indes noch nicht fest, wie FVN-Jugendbildungsreferent Jens Fröhlich erklärt: "Wir haben bis jetzt durchweg nur positive Resonanz bekommen und werden uns bald zusammensetzen, um das mit allen Kreisen zu besprechen. Entschieden ist noch nichts, aber ich gehe davon aus, dass wir auch in der nächsten Spielzeit nochmal den gleichen Ablauf haben." Dann wird es aber weiterhin die Regel geben, dass unter den drei Gruppensiegern kein Meister ausgespielt wird. Dem FVN ist dabei wichtig, dass der Wettbewerb der Talentförderung gilt, wie Fröhlich erklärt: "Wir wollen damit keinen Extrem-Wettbewerb mit Gewinnern und Verlierern einführen."

Hombergs Coach Wolfgang Meyer weiß nicht, ob er das gut finden soll. Bereits in der laufenden Saison spielten die Teams zu großen Teilen schon mit der besten Mannschaft: "Eigentlich war ja geplant, dass man die Spiele mit einem breiten Kader absolviert, doch daran haben sich die wenigsten Vereine gehalten. Aber das ist auch irgendwie verständlich, weil es eben einen natürlichen Ehrgeiz gibt. Vielleicht sollte man dann doch einen Meister ausspielen."

Auch Rhenanias Coach Soner Dogan hat eine Idee parat: "Ich fände es gut, wenn man anstatt mit neun auch schon mit elf Spielern antritt. Dadurch könnte man sich viel besser und schneller an die künftigen Anforderungen gewöhnen."

(RP)