Handball : Jetzt wird's ernst

Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei. Jetzt wird sich zeigen, was der Aufstieg der Handballer des OSC Rheinhausen in die 2. Bundesliga wert ist. Gleich im ersten Spiel in der Nord-Gruppe wartet ein "dicker Brocken": Aufstiegskandidat HSG Düsseldorf gastiert an der Krefelder Straße.

Achim Schürmann ist ein Realist. Und daher darf Understatement getrost ausgeschlossen werden, wenn der Trainer der Zweitliga-Handballer des OSC Rheinhausen vor dem ersten Ligaspiel betont, dass "alles andere als eine Niederlage schon mehr als eine Überraschung wäre". Grund für diesen Pessimismus ist der Gegner, der am Sonntag in der altehrwürdigen Sporthalle an der Krefelder Straße gastiert: Erstliga-Absteiger und Nachbar HSG Düsseldorf gibt sein Stelldichein bei den "Olympischen".

Also direkt ein "dicker Brocken", der auf die angeschlagenen Hausherren wartet. Bei der Frage nach einem Spieler, auf den der 6:0-Abwehrbeton seiner Truppe besonders Acht geben muss, gerät Achim Schürmann beinahe ins Schwärmen. "Auf Halblinks spielt mit Michael Hegemann ein Spieler mit Erstliga-Format, auf Halbrechts mit Jan-Hendrik Behrends auch. Beide haben ja auch Nationalmannschaft gespielt. Und auf der Mitte haben sie mit Valdas Novickis und Daniel Brack auch Erstliga-Spieler, die individuell überragend sind. Und dann noch mit Almantas Savonis einen litauischen Nationalspieler im Tor, mit Patrick Fölser einen österreichischen am Kreis. Da kommt einiges auf uns zu. Das ist sicherlich der Aufstiegskandidat Nummer zwei hinter dem Bergischen HC", analysiert der Trainer und seufzt laut.

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Gas geben und Spaß haben

Trotz der gegnerischen Übermannschaft hat Achim Schürmann den Glauben an sein Team nicht verloren. "Das ist zwar nicht der Gegner, gegen den wir punkten müssen – aber gerne dürfen", sagt der Übungsleiter. Die Marschroute für die Gastgeber ist klar: Sie sollen das Credo des Trainers umsetzen, in jedem Spiel Gas geben, an ihre Grenzen gehen und vor allem Spaß haben. "Für viele Akteure ist es ja auch insofern etwas besonderes, als dass es ihr erstes Bundesligaspiel sein wird", ergänzt Achim Schürmann. Bundesliga-Erfahrung in der Mannschaft haben bislang Matthias Reckzeh, Markus Bröckels, Fabian Schneider, Mirko Bernau und Jörg Schürmann – der Rest feiert seine Premiere.

Um seine Mannschaft an ihre Grenzen zu treiben hofft der Trainer auf eine gewohnt lautstarke Unterstützung der Fans – und ein volles, vielleicht sogar ausverkauftes Haus. "Für sie wollen wir ein gutes Spiel machen und zeigen, dass wir in der Liga etwas zu suchen haben", betont Achim Schürmann.

(RP)