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Wasserball: Jetzt schielt der ASCD auf die Meisterschaft

Wasserball : Jetzt schielt der ASCD auf die Meisterschaft

Geschlagene 45 Jahre ist es her, dass sich der ASC Duisburg zum fünften und letzten Mal den Gewinn der Deutschen Wasserball-Meisterschaft sichern konnte. Nun ist das Ende der elendig langen Durststrecke in Sicht. Nach dem souveränen Pokalsieg am Pfingstsonntag kennt die Euphorie keine Grenzen. Die Amateure streben mit aller Macht die Entthronisierung von Rekord-Champion Spandau 04 Berlin an.

Der nächste Schritt auf dem langen Weg dorthin soll heute Abend gelingen. Um 19.30 Uhr beginnt im Vereinsbad die Finalserie um die Meisterschaft. Drei Siege braucht das Team von Arno Troost, um die Wachablösung zu vollziehen.

Wie stehen die Chancen? Schwer zu sagen. Zum siebten Mal in Folge treffen die Dauerrivalen in den Endspielen aufeinander. Drei Mal entschied Spandau die Serie mit 3:0 zu seinen Gunsten, drei Mal mit 3:1. Diesmal ist alles anders. Ein Favorit ist beim besten Willen nicht auszumachen. Der überraschende Cup-Coup des ASCD hat die Wasserball-Welt hierzulande auf den Kopf gestellt. "Wir haben im Pokal gezeigt, dass wir dem Druck standhalten und Spandau in einem echten Endspiel dominieren können. Das gibt uns unglaublichen Rückenwind", sagt Tobias Kreuzmann.

Freibier für die Fans

Der Kapitän ist fest davon überzeugt ist, dass seine Mannschaft die Berliner nun auch im Meisterrennen ausstechen kann: "Jetzt erst recht." Dass die "Mission Double" alles andere als einfach wird, versteht sich von selbst. Die Erwartungshaltung ist gestiegen, der ASCD ist nicht länger der nimmermüde Herausforderer, sondern eine ernsthafte Gefahr für den angezählten Seriensieger aus der Hauptstadt. Kreuzmann weiß jedoch mit dem vermeintlichen Druck umzugehen: "Wir dürfen uns nicht zu viele Gedanken machen, sondern müssen von Spiel zu Spiel zu denken." Für das heutige Aufeinandertreffen ist die Marschroute eindeutig. Vor heimischem Publikum wollen die Amateure das nächste Ausrufezeichen setzen, in der Serie in Führung gehen und mit noch breiterer Brust nach Berlin fahren. Dort werden am Wochenende das zweite und dritte Spiel ausgetragen. "Das Überraschungsmoment haben wir nach dem Pokalsieg nicht mehr auf unserer Seite", sagt Kreuzmann: "Aber dafür wir wissen wir jetzt, dass wir Spandau auch in entscheidenden Spielen besiegen können."

Personell ist beim ASCD alles im Lot. Zumindest sind alle Spieler fit. Den Trainer hat es dagegen erwischt. Arno Troost musste gestern das Bett hüten, wurde bei den Einheiten von Jugendtrainer Marek Debski vertreten. Vor dem Anpfiff bedanken sich die Amateure heute bei ihren Fans für die Unterstützung bei der Pokal-Endrunde. Ab 19 Uhr gibt es 200 Liter Freibier. Eine halbe Stunde später beginnt die zweite Runde im Kampf um die Vorherrschaft in Wasserball-Deutschland.

(kök)