Die Jugendstory: Jetzt geht's zur "Deutschen"

Die Jugendstory : Jetzt geht's zur "Deutschen"

Leichtathletik-Talent Hannah Rosenbach kürte sich im Siebenkampf zur Nordrhein-Meisterin. Im August nimmt die 18-Jährige vom Rumelner TV nun an der Deutschen Meisterschaft teil.

Es war am vergangenen Wochenende. Brüllend heiße Temperaturen, die deutsche Nationalelf kickte im Viertelfinale gegen England, und trotzdem stand für die 18-jährige Hannah Rosenbach etwas ganz anderes im Vordergrund. Nach sieben, bei dieser Hitze quälend harten Wettkämpfen, riss sie freudestrahlend ihre Arme in die Luft. Kurz zuvor erfuhr sie, dass sie bei den Nordrhein-Meisterschaften uneinholbar ganz oben auf dem Podest stand. "Es war bisher mein absolut größter Erfolg", strahlt Hannah noch einige Tage nach ihrem großen Coup. Mit 4 802 Punkten kratzte sie an ihrer persönlichen Bestleistung von 4 823 Zählern und konnte sich zum ersten Mal die Krone im Kampf um die NordrheinMeisterschaft aufsetzen.

Schwacher Start in den Mehrkampf

Ein Erfolg, der nicht von ungefähr kommt. Hatte man Hannahs Leistungen im Vorfeld mitverfolgt, war fast logisch, dass sie bei den Nordrhein-Meisterschaften ein Wörtchen um die Vergabe der Medaillien mitreden würde. Gesagt, getan. Zwar startete die Athletin vom Jubiläumsverein Rumelner TV "so schlecht wie lange nicht mehr" in den Wettkampf, fand dann aber eindrucksvoll in die fast schon gewohnte Erfolgsspur zurück. "Die Temperaturen haben es uns allen nicht leicht gemacht. Leider habe ich so erst spät in den Wettkampf hineingefunden und meine Bestleistung knapp verfehlt", analysiert die Duisburgerin ehrgeizig den Verlauf des Wettkampfes: "Im Endeffekt hat natürlich die Freude überwogen. Vor allem aber ist man bei jedem Mal stolz, wenn man es geschafft hat. Es kann so schnell etwas schief gehen. Einmal drei Fehlversuche, und das war's", erklärt Hannah.

Dass auch sie ihre Paradedisziplinen besitzt, ist klar. Den Grundstein zum Erfolg legt sie meist direkt im ersten Teil des ersten Tages. Auf der 100-Meter-Hürdendistanz fühlt sie sich extrem wohl. Und auch beim Speerwurf am zweiten Tag des Siebenkampfes zündet sie immer öfter eine richtige Rakete. "Nebenbei" sicherte sich die Athletin des Rumelner TV am 13. Juni auch den Nordrheintitel im Hochsprung. Mit dem Selbstbewusstsein dieser jüngsten Erfolge im Rücken verfolgt Hannah ein ganz großes Ziel. "Bisher musste ich bei den Deutschen Meisterschaften immer verletzungsbedingt passen", erinnert sie sich zurück. "Damit ist jetzt genug. Am 8. August starte ich in Ulm bei den Deutschen Meisterschaften", blickt sie voraus — über die 100 Meter Hürden, versteht sich.

(RP)
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