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Jeder fünfte Duisburger gehört einem Sportverein an

97.375 Einwohner sind Mitglied eines Klubs : Jeder fünfte Duisburger gehört einem Sportverein an

Der organisierte Sport bleibt eine konstante Größe. Der Stadtsportbund hofft, dass die Corona-Pandemie nicht zu Vereinsaustritten führt.

Der Sport in Duisburg bleibt eine konstante, stabile Größe. Auch am Ende des vergangenen Jahres galt: Jeder fünfte Duisburger ist über einen Sportverein organisiert. Der Stadtsportbund führt in seiner Statistik 97.375 Sportlerinnen und Sportler in 420 Vereinen. Der Organisationsgrad liegt gemessen an der Einwohnerzahl bei 19,53 Prozent.

Zwischen 2010 und 2020 gab es im Jahr 2012 mit 20,25 Prozent den Spitzenwert. Trotz der konstanten Zahlen ist die Zahl der Sportvereine in Duisburg rückläufig. 2010 waren 475 Vereine beim Stadtsportbund gemeldet, 2015 waren es 444 Klubs, im vergangenen Jahr gab es in Duisburg nur noch 420 Sportklubs. Diese Entwicklung ist indes nicht zwangsläufig ein Beleg für ein Vereinssterben in der Stadt. In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Fusionen.

Tatsächlich dürften in Duisburg deutlich mehr als 100.000 Bürgerinnen und Bürger sportlich unterwegs sein. Die Zahlen des Stadtsportbundes berücksichtigen nicht die nicht organisierten Breiten- oder Individualsportler, zum Beispiel jene, die regelmäßig die Laufschuhe schnüren. Auch Fitnessklub-Besucher und Sportkursteilnehmer fließen nicht in die Zahlen ein. Es gibt also eine Dunkelziffer, die ausnahmsweise mal eine positive Bedeutung hat.

Die Coronavirus-Pandemie könnte sich allerdings in den Zahlen des neuen Jahres negativ bemerkbar machen. Aufgrund der Lockdown-Phasen ruhte und ruht der Betrieb in den Sportvereinen. „Das könnte zu Austritten führen“, sagt Stadtsportbund-Geschäftsführer Uwe Busch, der aber hofft, dass sich möglichst wenige Sportler von ihrem Verein verabschieden. Der SSB-Chef setzt hier in der schweren Corona-Zeit auch auf Solidarität.

Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir hatte zuletzt in einem Interview an die Duisburger appelliert: „Bleiben Sie den Vereinen treu, zahlen Sie weiter Beiträge.“

Es sei vor allem der falsche Weg, Kinder aus den Sportvereinen abzumelden. Sport sei bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein elementarer Faktor.