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FCR Duisburg: Insolvenzverwalter prüft den Verkauf von Spielerinnen

FCR Duisburg : Insolvenzverwalter prüft den Verkauf von Spielerinnen

Im Zuge des Insolvenzverfahrens fällt beim FCR 2001 Duisburg in dieser Woche eine wichtige Entscheidung. Nämlich die, ob und von welchen Spielerinnen sich der Frauenfußball-Bundesligist angesichts der Finanzlücke trennen muss.

Am Donnerstag schließt das Transferfenster — heißt: Wenn der Klub noch Transfererlöse erzielen will, dann muss er das zeitnah realisieren. Der zuständige Insolvenzverwalter Andreas Röpke arbeitet auch in dieser Angelegenheit mit Hochdruck. In Zusammenarbeit mit den Gremien des Vereins werden derzeit Angebote geprüft, Gespräche mit Beratern geführt und Freigaben aus sportlichen Gesichtspunkten abgewogen. Denn bei all den wirtschaftlichen Nöten verfolgen Röpke und der Verein weiterhin das Ziel, möglichst schnell den Spielbetrieb sicherzustellen und die Liga zu halten. Ins Blickfeld sind dabei Spielerinnen wie Ashlyn Harris, Elli Reed oder Lieke Martens gerückt, die — Stand gestern — aber noch keine Auflösungsverträge unterzeichnet haben.

An anderer Stelle wird ebenso fieberhaft gearbeitet, den FCR 2001 wieder auf finanziell fundierte Füße zu stellen. Röpke steht in intensivem Austausch mit den Gläubigern, ebenso steht er mit der Stadt und Oberbürgermeister Sören Link in Kontakt. Darüber hinaus ist ein Besuch beim Deutschen Fußball-Bund geplant — und auch zu Gesprächen mit dem MSV Duisburg soll es im Laufe der Woche kommen. Überdies werden die Umsetzung von Benefizspielen oder Fan-Aktionen diskutiert. "Die Bereitschaft der Menschen, uns zu helfen, ist riesig", sagte der Medienbeauftragte Rainer Zimmermann. "Es ist phantastisch und sehr lobenswert, was sich die Fans alles ausdenken, wie zum Beispiel Solidaritäts-Aktionen oder auch konkrete Unterstützungsangebote für die Spielorganisation und andere logistische Hilfe."

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Mit dem (vorläufigen) Ende des Winters soll nun auch der Sport wieder mehr in den Vordergrund rücken. Am Sonntag steht mit dem Nachholspiel bei der SGS Essen die erste Herausforderung in der Bundesliga an. Der FCR steht nur vier Punkte vor einem Abstiegsplatz. Vorher aber soll noch wenigstens ein Testspiel stattfinden. So ist für morgen (19.30 Uhr) ein neuer Versuch beim Regionalligisten GSV Moers geplant. Vielleicht kommt am Donnerstag ein Spiel gegen den VfL Borussia Mönchengladbach dazu.

(RP)