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Fußball: "In solchen Derbys ist alles möglich"

Fußball : "In solchen Derbys ist alles möglich"

"Wir haben jetzt einen guten Lauf", sagt Joachim Dünn, der Trainer des Fußball-Landesligisten FSV Duisburg durchaus mit Genugtuung in der Stimme. Und der Buchholzer Kulttorwart Maik Hoppe glaubt, dass sich "seine" Viktoria am Sonntag nicht zu verstecken braucht, obwohl es noch nicht ganz nach Wunsch läuft. Dann kommt es an der Warbruckstraße (14.30 Uhr) zum Lokalderby, wenn der FSV die Schützlinge von Trainer Michael Roß empfängt. RP-Mitarbeiter Bernd Bemmann sprach vor der Partie mit beiden.

Erst ein durchwachsener Start, nun eine starke Serie mit sieben gewonnen Spielen aus acht Begegnungen, Platz vier als recht gute Bilanz — wie geht das, Joachim Dünn?

Dünn Bis wir eine echte Mannschaft waren, sind ein paar Wochen zu Saisonbeginn vergangen. Unsere Vorbereitung war nicht so, wie ich es mir vorstelle. Die jungen Spieler mussten integriert, die Harmonie und das Zusammenspiel im Team hergestellt werden. Das ist sicher ein ganz normaler Prozess, der nicht von heute auf morgen geht. Jetzt läuft es dafür umso besser.

Und wie sind Sie mit dem Buchholzer Abschneiden bisher zufrieden, Maik Hoppe?

Hoppe Nach dem schwachen Start in die neue Spielzeit, als es mehrere Gründe gab für nicht so zufriedenstellende Leistungen, haben wir uns gefangen, ohne aber nun von Sieg zu Sieg zu eilen. Für uns war das eine völlig neue Situation. In der vergangenen Saison haben wir eine beachtliche Klinge geschlagen. Mit dem schwachen Start haben wir alle nicht gerechnet. Dennoch hat unser Trainer Michael Roß erklärt, dass er unter dem Strich nicht unzufrieden ist. So sehe ich es auch.

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Was sind die Stärken und Schwächen beim FSV?

Dünn Das ist relativ leicht zu erkennen. Ein Blick aufs Torverhältnis sagt alles. Unsere erzielten 27 Tore weisen eine stabile und durchschlagskräftige Offensive aus. Damit bin ich zufrieden. Die 26 Gegentore sprechen aber auch eine deutliche Sprache, dass es im defensiven Bereich Schwachstellen gibt. Daran müssen noch arbeiten. Da wird noch genug Schweiß fließen.

Vorne hui, hinten pfui?

Dünn Wenn Sie wollen, kann man es so ausdrücken.

Und das Kräfteverhältnis bei Viktoria?

Hoppe Zuletzt gegen Bocholt stand die Null, das ist wichtig. Das war gut für unser Selbstvertrauen, dass wir auch mal ohne Gegentor über die Runden kommen können. 20 Tore in elf Spielen sind keine so gute Bilanz. Im Übrigen wünsche ich mir, dass wir mehr Durchschlagskraft nach vorne entwickeln können. Aber unser Kapitän steht oft allein auf weiter Flur.

Sie meinen Markus Raue?

Hoppe Ja, er hat es meist mit zwei, oder sogar drei Gegenspielern zu tun.

Am Sonntag findet das Lokalderby beim FSV statt. Wer gewinnt?

Dünn Weiß ich nicht. Einen Favoriten gibt es in solchen Derbys nicht, da ist alles möglich. Ich habe die Viktoria beobachtet, das ist eine kompakte Mannschaft, die uns das Leben bestimmt schwer machen wird.

Hoppe Mit FSV-Abwehrchef Öser habe ich früher mal zusammen gespielt. Die tolle Serie des FSV überrascht mich einigermaßen, damit hatte ich nicht gerechnet. Das wird ein ganz dicker Brocken. Der Ausgang ist völlig offen.

(bem)