Schwimmen: Im NRW-Kader für die "Deutsche" schuften

Schwimmen : Im NRW-Kader für die "Deutsche" schuften

Die Überraschung war Christoph Prill ins Gesicht geschrieben. Als er jetzt von seiner Nominierung für den Kader des Schwimmverbandes NRW erfuhr, fehlten dem 15 -jährigen Duisburger fast die Worte. "Das kam schon sehr überraschend für mich. Damit habe ich so direkt nicht gerechnet", erklärt Christoph Prill, der ab sofort also noch öfter an seiner Leistung feilen kann.

Überraschung geglückt

Dabei hatte sich diese Nominierung im Laufe der letzten Monate immer mehr abgezeichnet. Immer wieder hatte Christoph Prill durch herausragende Leistungen in seiner Paradedisziplin, den 100 Metern Brust, aufhorchen lassen. Sein bislang größter Coup gelang dem Talent des PSV Duisburg in diesem Jahr in Berlin.

Nachdem er bereits im Vorjahr in Hamburg bei den Deutschen Meisterschaften seine Visitenkarte abgeben durfte, schaffte er es in der laufenden Saison in der Bundeshauptstadt gar ins Finale. Am Ende reichte es über 100 Meter Brust für den achten Rang. "Das war schon ein tolles Gefühl", erinnert er sich zurück.

Doch damit nicht genug. Auch über die doppelte Distanz nahm er beim bundesweiten Vergleich teil und schloss diesen immerhin auf Platz 13 ab. "Brust schwimme ich am liebsten. Dazu schwimme ich Rücken. Meine Priorität liegt allerdings ganz klar auf den Bruststrecken", beschreibt der PSV-Schwimmer seine Stärken. Vorerst gilt es für Christoph Prill, sich als blutiger Neuling im NRW-Kader zu behaupten.

Danach hat sich der Duisburger noch eine weitere hohe Hürde gesetzt. "Ganz klar, ich will auch im nächsten Jahr bei der Deutschen mit dabei sein. Es wäre toll, wenn es dann noch ein, zwei Plätzchen weiter nach vorne ginge", erklärt er. Und die Chancen, am Ende gar um die begehrten Medaillenränge mitzuschwimmen, schätzt der veranlagte Jugendliche nicht als unrealistisch ein. "Wenn ich weiter hart schufte, ist auch das möglich", so der Zehntklässler der Realschule-Fahrn.

Sechs Mal die Woche

Viel Zeit investiert Christoph Prill allemal für seine große Leidenschaft. Bis zu sechs Mal in der Woche trainiert der 15-Jährige um sich weiter zu verbessern. Dazu gehören nicht nur Einheiten im Wasser. Auch Training in der Halle und im Fitnessraum gehören für ihn zum Alltag. Trotzdem bleibt meistens noch genug Zeit für seine Freunde und die Schule.

"Und wenn es doch einmal zu viel wird oder etwas besonderes mit den Freunden auf dem Programm steht, dann lasse ich auch mal einTraining ausfallen. Das ist dann auch kein großes Problem", verrät er mit einem Augenzwinkern. Ein Hobby allerdings nimmt aktuell sicher nicht viel Zeit des Schwimmers ein, der in seiner Freizeit gerne mit seinen Freunden mit dem Fußball kicken geht. Christoph Prill ist Fan des FC Schalke 04. Viel Grund zum Feiern hat er hier momentan nicht.

(RP)
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