HC Wölfe Nordrhein verpflichtet Felix Molsner

Handball : Bei den Wölfen gibt es jetzt drei Molsners

Der Regionalligist sichert sich die Dienste von Felix Molsner, der ein Zweitspielrecht bekommt. Am morgigen Sonntag steigt das schwere Duell mit dem Spitzenreiter MTV Rheinwacht Dinslaken.

Thomas Molsner schmunzelt. „Da müsste ich mit beiden Jungs noch einmal gemeinsam auf die Platte gehen. Das wäre für mich aber vermutlich sehr schmerzvoll“, sagt der Sportliche Leiter des Handball-Regionalligisten HC Wölfe Nordrhein. Die Rheinhauser haben sich für die Rückrunde, die für sie am morgigen Sonntag um 11.15 Uhr mit der Partie beim Spitzenreiter MTV Rheinwacht Dinslaken beginnt, mit Molsners Sohn Felix (18), verstärkt.

Damit sind nun drei Molsners bei den Wölfen am Ball. Max Molsner (23) spielt schon seit 2007 für die Rheinhauser. Sein Bruder, der noch für die HSG Neuss/Düsseldorf in der A-Jugend-Bundesliga spielt, ist zunächst per Zweitspielrecht für die Wölfe am Ball, wechselt aber zur kommenden Saison fest zu den Rheinhausern.

Felix Molsner, der in Dinslaken noch nicht am Ball sein wird, ist der erste externe Neuzugang des HC Wölfe Nordrhein. Der U-18-Europameister im Beach-Handball kompensiert aktuell auch zwei Abgänge. Nach Simon Batz hat nun auch Andreas Kropp die Winterpause genutzt, um die Wölfe zu verlassen. „Beide hatten nicht die Spielanteile, die sie sich vorgestellt hatten“, sagt Wölfe-Trainer Alexander Tesch.

Die Rheinhauser nutzten die Winterpause, um die Planungen für die kommende Saison voranzutreiben. Die internen Gespräche sind abgeschlossen, auf der Agenda steht noch die Verpflichtung von zwei bis drei externen Spielern.

Alexander Tesch, der das Traineramt im Sommer von Thomas Molsner übernommen hatte, trägt auch in der nächsten Saison an der Seitenlinie die Verantwortung. Den Verein verlassen Sebastian Brysch sowie Kevin Kirchner und Sam Singh Toor. Nun vermeldeten die Verantwortlichen die Zusagen aller übrigen Spieler. Auch Sebastian Schneider, der sich in den vergangenen Jahren immer bis in den Sommer hinein Zeit gelassen hatte, hat – so Thomas Molsner – bereits verlängert.

Auch in der kommenden Saison wollen die Wölfe verstärkt Nachwuchsspieler an die erste Mannschaft heranführen. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch der A-Jugendliche Max Kraas, der ins Torwartteam aufrückt. Auch wenn nahezu alle Spieler – Tesch: „Bis auf einen“ – auch für den Fall des Abstiegs zugesagt haben, planen die Rheinhauser selbstbewusst für die Regionalliga. Aktuell stehen die Wölfe mit zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang auf Platz zwölf. In der Hinrunde sammelte die Mannschaft nur acht Punkte ein – zu wenig für die Ansprüche der Rheinhauser. „Wir haben viel Lehrgeld bezahlt“, setzt Thomas Molsner auf einen Reifeprozess. „Die Mannschaft hat kapiert, wie es laufen muss“, ist der Sportchef zuversichtlich.

Das soll das Team schon am morgigen Sonntag im Gastspiel beim Überraschungs-Herbstmeister in Dinslaken zeigen. Im Auftaktspiel der Hinrunde zeigten die Wölfe bei der unerwarteten 28:37-Niederlage ihre schlechteste Saisonleistung. Nun soll es morgen besser laufen. Als Knackpunkt sehen die Verantwortlichen die Deckung. Die Wölfe müssen deutlich besser verteidigen als damals im Hinspiel und dabei vor allem den früheren OSC-Zweitliga-Spieler Dennis Backhaus an die Kette legen.

Die Rheinhauser wissen, dass Gastgeber Dinslaken seit Monaten auf einer Euphoriewelle schwimmt. Zehn Siege und nur drei Niederlagen stehen beim Aufsteiger zu Buche. Auf dem eigenen Parkett gab der MTV lediglich einmal die Punkte ab. Die Dinslakener leben dabei auch von der Stimmung der eigenen Fans, die die enge Halle an der Douvermannstraße sehr schnell in einen Hexenkessel verwandeln können. Das bringt Thomas Molsner aber nicht um den Schlaf: „Unser Plan ist, dass wir die Halle still bekommen.“

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