Handball: VfB Homberg und GSG Duisburg drücken MTV Dinslaken die Daumen

Handball : MTV Dinslaken spielt Schicksal für den VfB Homberg und die GSG Duisburg

Der Aufstieg in die Dritte Liga wird in diesem Jahr erst in der Relegation entschieden. Das wirkt sich auch auf die Ligen darunter aus.

In diesen Tagen könnten neue Fanclubs des MTV Rheinwacht Dinslaken in Homberg und Großenbaum entstehen. Denn das Wohl und Wehe von zwei Duisburger Handball-Teams hängt davon ab, ob der Regionalligist aus der Nachbarschaft in die Dritte Liga aufsteigt. Das Problem: Aufgrund der Reduzierung der Zweiten Bundesliga steigen nicht alle Meister der Regionalliga auf, sondern zwölf Mannschaften ermitteln zehn Aufsteiger.

Für den VfB Homberg hängt das sportliche Schicksal damit direkt vom Erfolg oder Misserfolg des MTV ab. Steigen die Dinslakener auf, bleibt der VfB Homberg in der Regionalliga. Steigen die Dinslakener nicht auf, geht es für die Gelb-Schwarzen runter in die Oberliga.

Der Weg der Dinslakener in die Dritte Liga ist kompliziert. Zunächst stehen sich die zwölf Teams in sechs Duellen mit Hin- und Rückspiel gegenüber. Der MTV bekommt es mit dem TV 1887 Plochingen aus der Nähe von Stuttgart zu tun. Am Samstag (14 Uhr) steigt das Hinspiel in Dinslaken; die zweite Partie findet am 18. Mai (20 Uhr) in Baden-Württemberg statt. Setzen sich die Dinslakener hier durch, stehen sie als Aufsteiger fest und der VfB Homberg ist in der Regionalliga gerettet.

Scheitert Dinslaken in dieser Runde, geht es weiter. Die Verlierer der sechs Partien werden auf zwei Dreiergruppen aufgeteilt. Nur die jeweiligen Letzten beider Gruppen steigen nicht auf. Gegen jeden Gegner findet nur ein Spiel statt; eines davon daheim, das andere auswärts. Der MTV bekäme es mit den Verlierern der Duelle TV Kirchzell (Hessen) gegen TV Hochdorf (Rheinland-Pfalz/Saar) und TSV Blaustein (Baden-Württemberg) gegen HSC Bad Neustadt (Bayern) zu tun. Die Spiele finden am 25. Mai, 30. Mai und 2. Juni statt. Bis dahin könnte es also im schlimmsten Fall dauern, bis der VfB Homberg weiß, ob er in der Regionalliga bleibt.

Diese Entscheidung schlägt bis in die Landesliga durch. Hier bestreiten die Drittletzten der vier Staffeln im K.-o.-System eine Relegation. Eine Mannschaft muss mindestens absteigen. Die GSG Duisburg als Zwölfter der Gruppe 3 bekommt es mit dem Hülser SV aus der Gruppe 1 zu tun. Die Großenbaumer bestreiten ihr Heimspiel am Sonntag (15.15 Uhr, Großenbaumer Allee); das Rückspiel ist für Dienstag, 14. Mai, um 20.30 Uhr in Krefeld-Hüls angesetzt. Auch hier ist es zunächst einfach: Gewinnt die GSG dieses Duell, hat sie den Klassenerhalt sicher – egal, was in der Regionalliga passiert. Das gleiche gilt für den Sieger der parallelen steigenden Paarung TV Ratingen II (Gruppe 4) gegen Wuppertaler SV (Gruppe 2).

Die beiden Verlierer müssen nochmal ran. Angesetzt für den 25. Mai und 1. Juni spielen diese beiden Teams einen sicheren Absteiger in die Bezirksliga aus. Der Sieger darf aber nur vorsichtig jubeln: Denn nur wenn der MTV Dinslaken in die Dritte Liga auf- und der VfB Homberg damit nicht in die Oberliga absteigt, bleibt der Gewinner der zweiten Runde in der Landesliga.

(the)
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