Handball-Landesligist TV Aldenrade besiegt den SV Schermbeck

Handball : Schlusslicht TV Aldenrade beendet Negativserie

Der Landesligist schafft im Heimspiel gegen den Tabellendritten SV Schermbeck einen überraschenden 32:28-Sieg. Für die anderen drei Duisburger Mannschaften in der Klasse gibt es Niederlagen.

Ausgerechnet das Schlusslicht TV Aldenrade konnte den einzigen Duisburger Sieg in der Handball-Landesliga einfahren. Die drei anderen Teams verloren jeweils ihre Duelle.

Der VfB Lohberg kassierte beim 26:27 (11:14) beim heimstarken TV Issum die zweite Niederlage in Folge und fiel auf Platz sieben zurück. „Wir haben die erste Hälfte verschlafen, weshalb Issum zeitweise mit acht, neun Toren vorne war. Wir haben keinen Zugriff bekommen. Durch ein paar Umstellungen konnten wir dann aber zur Pause zumindest ein wenig näher herankommen“, sagte VfB-Trainer Sascha Thomas.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Homberger die Partie enger gestalten und sogar zum Ausgleich kommen. Allerdings gelang es nicht, die Führung zu übernehmen. Stattdessen ging Issum immer wieder in Front. „Wir waren nicht clever genug, um die Partie zu drehen. Wenn wir die erste Hälfte nicht verpennt hätten, wäre das Spiel aber womöglich anders ausgegangen“, sagte der Homberger Coach.

VfB II: Moritz (5), Thiel, Dürdoth (je 4), Brockmann, Kremer (je 3), Murmann, Reimann, Srsa (je 2), Wibbeke (1).

Der HC Wölfe Nordrhein II verlor das Heimspiel gegen den TB Oberhausen mit 23:34 (12:17). Wölfe-Trainerin Carmen Feldmann war anschließend bedient: „Wir haben gerade einmal 20 Minuten mitgehalten, dann komplett die Marschroute verlassen und dem TBO so das Spiel einfach gemacht.“ Die Oberhausener kamen immer wieder durch einfache Ballgewinne zu Kontertoren.

Wölfe II: Kirschbaum (6), Hochkeppel, Eickmanns, Bernhardt (je 3), Fenzel, Küsters, Lenz (je 2), Adrian, Hamawandi (je 1).

„Hurra, wir leben noch“, freute sich Oliver Kratky, Männerwart des TV Aldenrade, nach dem überraschenden 32:28 (14:17)-Heimsieg des Schlusslichtes gegen den Tabellendritten SV Schermbeck. Schließlich war das Erfolgserlebnis nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge bitter nötig. Dabei verspielte der Außenseiter in Hälfte eins einen Drei-Tore-Vorsprung und ging mit einem 14:17-Rückstand in die Pause.

Eine emotionale Halbzeitansprache brachte die Wende. Die Walsumer glichen in der 46. Minute zum 24:24 aus, gingen anschließend in Führung und erkämpften sich in der 56. Minute mit dem 30:27 die Vorentscheidung. „Vor allem die Deckung mit dem immer stärker werdenden Patrick Krüger im Tor war ein Garant für den Erfolg“, sagte Kratky.

TVA: Metzner (11/1), Jüngling (6), Strehl (5), Fischer (4), Höhne (2), Roskosch, Getz, Matic, von Kuczkowski (je 1).

Der Drittletzte GSG Duisburg hatte beim MTV Rheinwacht Dinslaken II mit 20:25 (7:10) das Nachsehen und hat nur noch einen Punkt Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. Den Großenbaumern fehlen inzwischen neun Stammspieler langfristig. Zwar konnten zwei Nachwuchskräfte hochgezogen werden, aber diese können aufgrund ihrer mangelnden Erfahrung noch nicht die Ausfälle ersetzen.

„Spielerisch ist das mittlerweile wirklich kaum noch aufzufangen. Aber meine Mannschaft beweist immer wieder Moral – das ist echt klasse“, lobte GSG-Trainer Sascha Baran sein Team, das sich trotz der angespannten Personalsituation noch nicht aufgegeben hat. Am Ende fehlte den Gästen das nötige Quäntchen Glück, um den knappen Rückstand gegen den Tabellenvierten noch aufzuholen. „Wir haben verdient verloren, aber eine tolle Moral gezeigt“, so der Coach.

GSG: Münstermann (9/5), Schmidt (3), Bossmann, Cornelius, Kessel (je 2), Binkowski, Weiland  (je 1).