Handball: Heimpartie für Wölfe Nordrhein, VfB Homberg spielt auswärts

Handball : HC Wölfe Nordrhein muss seine Abwehr stabilisieren

Der Regionalligist steht vor der nächsten schweren Aufgabe. Am heutigen Samstag ist der Tabellendritte SG Ratingen zu Gast, der einen Champions-League-Sieger in seinen Reihen hat. Der VfB Homberg spielt am Sonntag bei TuSEM Essen II.

Nach dem verpatzten Rückrundenstart brennen die beiden Duisburger Handball-Regionalligisten auf Wiedergutmachung – auch um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

HC Wölfe Nordrhein – SG Ratingen (Samstag, 18 Uhr, Krefelder Straße). Auf die Rheinhauser wartet ein hartes Brett. Die Ratinger sind hochkarätig besetzt, wurden ihren Ansprüchen als Topfavorit aber noch nicht gerecht. So trennte sich der Club Anfang Januar auch von Trainer Khalid Khan. Nun soll es mit Abwehrchef Ace Jonovski als Spielertrainer nach oben gehen.

Wölfe-Trainer Alexander Tesch ist weit davon entfernt, gegen den Favoriten das Handtuch zu werfen. „Im Hinspiel haben wir uns gut verkauft und sind am Ende nur am starken Torhüter der Ratinger gescheitert“, sagt Tesch über die 21:24-Niederlage im September. Mit dem Mazedonier Petar Angelov verfügen die Ratinger immerhin über einen Torhüter, der schon die Champions League gewann. Auch bei den Wölfen wird der Trainer auf dem Feld stehen. „Es geht darum, die Abwehr zu stabilisieren“, sagt der 30-Jährige, der auch in den kommenden Wochen sein Trikot mitbringen wird.

Die Wölfe hoffen auf das Debüt von Neuzugang Felix Molsner, der mit Zweitspielrecht von der HSG Neuss/Düsseldorf den Kader verstärken soll. Allerdings ist der 18-Jährige leicht angeschlagen. Das gilt auch für Kevin Kirchner. Bei beiden Spielern wird sich erst kurzfristig entscheiden, ob ein Einsatz möglich ist.

TuSEM Essen II – VfB Homberg (Sonntag, 17 Uhr). Erst am Sonntagabend geht’s für den VfB Homberg zur Zweitvertretung des Zweitligisten TuSEM Essen. Und die Homberger möchten gerne die ersten Punkte des neuen Jahres einfahren – auch, um den Abstand zu den Abstiegsrängen zu vergrößern. „Uns erwartet wieder einmal eine schwere Aufgabe. Die erste Mannschaft der Essener hat noch spielfrei, sodass durchaus Akteure aus dem Zweitliga-Team eingesetzt werden könnten“, sagt VfB-Trainer Achim Schürmann. Allerdings sieht er das Team auch ohne Verstärkungen von oben gut aufgestellt: „Auch die Regionalliga-Mannschaft hat einen richtig guten Kader, vor allem mit dem Spielgestalter Mathis Stumpf. Dazu Alexander Telohe auf halblinks und die Neuzugänge Tim Koenemann und Luca Lewandowski.“

Für ihn ist die Marschroute auch klar: hinten wenig Fehler produzieren – denn die Essener bestrafen jeden Patzer sofort. Also sollten die VfB-Spieler es vermeiden, dem TuSEM schnelle Gegenstöße zu ermöglichen. Außerdem sollten die Homberger ihre gewohnt stabile Abwehr auf die Platte schicken, um dem Gastgeber das Leben so schwer wie möglich zu machen. Allerdings wird Nils ter Haar erneut nicht auflaufen können. Nikolai Lenz konnte dagegen unter der Woche wieder voll mittrainieren. Inwiefern er zum Einsatz kommt, wird sich kurzfristig entscheiden.

Mehr von RP ONLINE