Handball: Frauen-Verbandsligist Eintracht Duisburg hat Verletzungspech

Handball : Spitzenreiter Eintracht Duisburg gehen die Spielerinnen aus

Beim 28:20-Sieg des Verbandsligisten zieht sich Janine Arend einen doppelten Bänderriss zu. TV Aldenrade bleibt in der Oberliga am Tabellenführer dran. Schlusslicht VfL Rheinhausen kassiert die nächste klare Niederlage.

In der Handball-Oberliga der Frauen beißt sich der TV Aldenrade in der Spitzengruppe fest. Der Tabellenzweite gewann die Heimpartie gegen den TV Beyeröhde II mit 32:28 (17:12) und ist weiter punktgleich mit Spitzenreiter TV Biefang. Nach einer sehr guten ersten Hälfte, in der die Mannschaft besonders im Angriff zu überzeugen wusste, leistete sich der TVA im zweiten Durchgang einige Nachlässigkeiten – vor allem in der Rückwärtsbewegung. Das wussten die engagierten Gäste konsequent zu nutzen. Beim Stand von 28:28 (51.) drohte die Partie plötzlich zu kippen. „Da sieht man dann aber die Weiterentwicklung. Wir sind stabil geblieben und haben es am Ende gerichtet“, sagte Trainer Jörg Freund.

TVA: Gensch (8), Kaiser (7/2), Ahlendorf (6), Hüsken (5), Strunz (4), Schwengers (2).

Das abgeschlagene Schlusslicht VfL Rheinhausen kassierte vor eigenem Publikum beim 22:37 (8:23) gegen den TV Witzhelden im elften Spiel die elfte Niederlage.Nach der ersten Halbzeit war die Begegnung bereits gegen den VfL entschieden. Das wusste auch Trainerin Michaela Mayboom: „Bei einem Stand von 8:23 gibt es nicht mehr viel aufzuholen.“ Immerhin: Die zweite Halbzeit gestaltete der VfL Rheinhausen, bei dem mit Iva Nikolic eine Feldspielerin ins Tor musste, ausgeglichen (14:14). Überragend war Anja Bing, deren 15 Tore die Niederlage allerdings auch nicht verhindern konnten.

VfL: Bing (15/5), Pelzer (2), Büttner, Ludwig, Mayboom, Löbau, Hendricks.

Eintracht Duisburg verteidigte in der Frauen-Verbandsliga mit einem 28:20 (15:14)-Heimsieg gegen den TSV Kaldenkirchen die Tabellenführung. „Nach fünf Minuten hatte ich den Kaffee auf“, sagte Eintracht-Trainer Janosch Greinert mit Blick auf den schnellen 0:5-Rückstand. Bis zur Pause bekrabbelte sich der Titelanwärter wieder, zeigte aber erneut ungewohnte Schwächen in der Defensive. „Jetzt werfen wir endlich Tore, aber hinten ist es schlecht“, sagte Greinert, der vor allem mit der Schlussphase zufrieden sein konnte.

In den letzten 15 Minuten ließen die Duisburgerinnen nur noch zwei Treffer zu. Bitter: Mit Janine Arend (doppelter Bänderriss) fällt eine weitere Spielerin aus. Daher sieht Greinert seine Mannschaft in der kommenden Spiel gegen den Vorletzten Süchteln auch nicht in der Favoritenrolle: „Jetzt ist Improvisationstalent gefragt. Oder ich versuche es mal mit der Weihnachtsbäckerei. Vielleicht kann ich mir Spielerinnen backen.“

Eintracht: Boy (13/8), Rahlfs (5), Laatz, Brock (je 3), Upietz, Bauerfeld, Seng, Arend.

Aufsteiger VfB Homberg verlor das Heimspiel gegen die SG Überruhr III mit  23:27 (11:13). Auch neun Tore von Maike Wiedey reichten dem Tabellenachten nicht. In einem über weite Strecken recht ausgeglichenen Spiel erspielten sich die Gäste eine Viertelstunde vor dem Ende den entscheidenden Vorteil (21:17).

VfB: Wiedey (9/1), Höhfeld (6), Simic (2), Clemens, Müller, Seibert, Cleven, Seelbach, Koenen.

(Ott)