Handball: Eintracht Duisburg und HC Wölfe Nordrhein holen Kreispokal

Handball : Eintracht Duisburg bejubelt das Double

Handball: Der Meister der Frauen-Verbandsliga sichert sich beim Final-Four-Turnier auch den Kreispokal. Das Team bezwingt die GSG Duisburg im Finale nach klarem Rückstand noch mit 20:18. Bei den Männern siegt der HC Wölfe Nordrhein.

Die einen krönen eine ohnehin schon perfekte Saison, die anderen nehmen Schwung für die neue Spielzeit – gleich zwei Duisburger Handball-Vereine durften den Gewinn des Kreispokals bejubeln. Beim Final-Four-Turnier in Mülheim triumphierte Verbandsliga-Meister Eintracht Duisburg bei den Frauen. Bei den Männern setzte sich der HC Wölfe Nordrhein durch.

„Die erste Viertelstunde war purer Slapstick“, sagte Eintracht-Trainer Janosch Greinert, nachdem seine Mannschaft das Finale gegen die GSG Duisburg mit 20:18 (10:11) gewonnen hatte. „Wir sind überhaupt nicht mit dem Harz zurechtgekommen. Pässe auf kürzeste Distanz kamen nicht an, Würfe sind entweder weit über dem Tor oder vor unseren Füßen gelandet.“ So führten die Großenbaumerinnen mit 10:3, ehe die Eintracht zur Aufholjagd ansetzte. Beide Teams treffen sich in der neuen Saison in der Oberliga wieder. Die Eintracht kommt als Verbandsliga-Meister, die GSG als Regionalliga-Absteiger in diese Liga.

„Als wir uns an das Harz gewöhnt und wir die Deckung umgestellt hatten, lief es deutlich besser“, sagte Greinert. GSG-Teammanager Werner Stöckmann stellte fest: „Wir haben auch nach der Pause noch einmal mit drei Toren Unterschied geführt. Ärgerlich war, dass wir in der Schlussphase in Unterzahl spielen mussten.“ Ein Lob gab es von Stöckmann für den Gegner. „Die Eintracht hat das wirklich sehr gut gemacht und verdient gewonnen.“

Eintracht-Coach Greinert war natürlich zufrieden. „Wenn wir gegen einen Regionalligisten nach der Pause nur noch sieben Gegentore zulassen, haben wir in der Deckung einiges richtig gemacht.“ Die Eintracht wird am 18. Juni in die Vorbereitung einsteigen. Bei der GSG läuft noch die Trainersuche, zudem sind einige Spielerinnen im Probetraining. Jennifer Frontzek, Ines Krone und Greta Schiffmann verlassen den Verein. Christina Borutta und Nadine Wollenberg hören auf.

Im Halbfinale hatte die Eintracht deutlich mit 20:11 (9:5) gegen den VfB Homberg gewonnen. Die GSG hatte sich souverän mit 18:7 (9:4) gegen den HSV Dümpten durchgesetzt.

Bei den Männern wurde durch den Verzicht des SC Bottrop aus dem Final-Four- ein Final-Three-Turnier. Die Wölfe Nordrhein erreichten das Endspiel kampflos. Im einzig verbliebenen Halbfinale gewann der gastgebende HSV Dümpten mit 28:24 (15:14) gegen die HSG RW/TV Oberhausen.

Im Endspiel behaupteten sich die Rheinhauser, die auf Akteure der ersten und zweiten Mannschaft sowie der A-Jugend setzten, mit 25:14 (11:6). „Ich kam etwas zu spät“, sagte Wölfe-Trainerin Carmen Feldmann, die mit ihrer Familie am Mud Masters in Weeze teilgenommen hatte. Die Wölfe lagen im Finale zu Beginn 1:3 zurück – doch kaum stand Feldmann an der Linie, lief es richtig gut.

„Das war ein Zufall“, sagte sie. „Die Jungs haben das wirklich gut gemacht. Mit zunehmender Spieldauer wurden wir immer besser.“ Auch der Mix hat gestimmt. „Wir hatten fünf Spieler aus der ersten Mannschaft dabei. Das war jung, dynamisch und richtig gut anzusehen.“ Der Pokalsieg soll nun Schwung geben. „Das ist die erste Motivation für die neue Saison, um mit neuem Mut die Aufgaben anzugehen“, so Feldmann.

Mehr von RP ONLINE