Handball: Drei Duisburger Siege in der Landesliga

Handball : Neue Hoffnung für die GSG Duisburg

Handball: Das Landesliga-Schlusslicht hat nach dem 23:20 in Oberhausen weiter eine Chance auf den Klassenerhalt. Auch HC Wölfe II und TV Aldenrade punkten im Abstiegskampf. Merkwürdiger Abbruch beim Spiel des VfB Homberg II.

Drei Partien wurden aus Duisburger Sicht in der Handball-Landesliga durchgespielt. Und so erfolgreich waren die hiesigen Teams schon lange nicht mehr: Alle drei konnten gewinnen, weshalb noch einmal richtig Spannung in den Abstiegskampf kommt.

Schlusslicht GSG Duisburg siegte beim Turnerbund Oberhausen mit 23:20 (16:14) und hat zwei Spieltage vor Schluss nur noch einen Punkt Rückstand auf den drittletzten Platz. „Wir geben halt nicht auf“, sagte GSG-Trainer Sascha Baran. Der Großenbaumer Coach konnte mit dem Sieg zufrieden sein, auch wenn die Konkurrenz im Keller ebenfalls punktete. „Wir wollten wenig zulassen. Das ist uns auch tatsächlich gelungen. Zusätzlich haben wir in der ersten Hälfte auch vorne eine gute Leistung gezeigt, es aber verpasst, einen höheren Abstand herzustellen“, sagte er.

Nach der Pause waren die Torhüter auf beiden Seiten die herausragenden Akteure. Die zwei Punkte konnten letztlich die Gäste mit nach Hause nehmen, obwohl sie in Hälfte zwei auch nur sieben Treffer erzielten. „Wir brauchen in den letzten beiden Spielen natürlich Schützenhilfe, werden aber alles geben und dann mal sehen, was noch so geht“, sagte Sascha Baran, der sich weiter kämpferisch gibt.

GSG: Köhler (7/2), Greifenberg (4), Münstermann (4/2), Bossmann (3), Binkowski (2), Dietrich, Drymalla, Schmidt (je 1)

Der HC Wölfe Nordrhein II verbesserte sich nach dem 28:23 (11:14)-Heimsieg gegen den SC Bottrop 28:23 auf den viertletzten Rang, hat aber nur zwei Zähler mehr als das Schlusslicht auf dem Konto. Wölfe-Trainerin Carmen Feldmann war angesichts der angespannten und engen Tabellenkonstellation froh über zwei weitere Pluspunkte.

„Es ist uns gelungen – wie geplant – hoch konzentriert in die Partie zu gehen und eine hellwache Abwehr zu stellen. Außerdem hat Patrick Dönni im Tor wieder einen Sahnetag erwischt. Nur die Chancenverwertung war in Halbzeit eins nicht ganz so gut“, sagte die Trainerin, die zur Pause trotz eines Rückstandes wenig zu meckern hatte. Nach der Partie war sie dann auch mit dem Angriff versöhnt, denn der hatte tolle Tore herausgespielt und die Chancen in Hälfte zwei auch genutzt. Die Defensive stand weiter sicher, weshalb am Ende ein verdienter und wichtiger Sieg gefeiert werden durfte.

HC Wölfe II: Brakelmann (8), Rennings (6), Adrian (4), Fenzel (4/2), Kirschbaum (3), Hochkeppel, Kolski, Bartesch (je 1)

Der TV Aldenrade hatte beim 24:22 (10:11)-Heimsieg gegen den TV Borken doppelten Grund zum Feiern. Zunächst applaudierten die Walsumer dem Partner TV Jahn Hiesfeld zum vorzeitigen Aufstieg in die Oberliga. Anschließend gewann das Team sein eigenes Spiel. „Damit ist der erste von drei schweren Brocken geschafft“, sagte TVA-Männerwart Oliver Kratky. Die Gäste lagen zur Pause noch mit einem Treffer vorne. Doch die Schützlinge von Trainer Jörg Schnier agierten nach dem Wechsel mit viel Disziplin und zeigten ihr Können.

TVA: Fischer (6), Metzner (6/3), Jüngling (5), Strehl, von Kuczkowski (je 4), Oestermann, Matic, ­Roskosch (je 2), Höhne (1).

Unter etwas mysteriösen Umständen wurde das Landesliga-Spiel des VfB Homberg II bei der DJK Styrum 06 nach nur wenigen Minuten wieder beendet. Offenbar hatte es im Vorfeld der Begegnung Irritationen über eine mögliche Verlegung der Partie gegeben, die aber letztlich nicht erfolgte. Günter Denzig, Geschäftsführer der Handball-Abteilung des VfB, erklärte bei Facebook: „Das Spiel der zweiten Herren in Styrum wurde von beiden Mannschaften nach knapp zwei Minuten beendet, was drastische Strafen zur Folge haben wird.“

Die Beidseitigkeit wurde vom Gastgeber offenbar nicht so empfunden. Die Mülheimer ließen verlauten, dass sie davon ausgehen, die zwei Punkte zugesprochen zu bekommen.

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